Neubau in Ludwigsfelde in Betrieb

Mit der Verlegung des ersten Patienten hat das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow das von VAMED errichtete Bettenhaus der Chirurgie teilweise in Betrieb genommen. Nach Abschluss der letzten Arbeiten werden später dann auch Radiologie und Notaufnahme in den Neubau umziehen.

Auf eine feierliche Eröffnung muss zum Schutz von Patientinnen und Patienten, Mitarbeitenden und Gästen derzeit verzichtet werden. Sie wird nachgeholt, sobald größere Veranstaltungen wieder möglich sind.

Neubau entspannt räumliche Situation

Das neue Bettenhaus entspannt die räumliche Situation im Ludwigsfelder Krankenhaus, das die Behandlung derzeit in drei streng voneinander getrennten Bereichen organisieren muss. Neben der Station für Covid-19-Patienten gibt es eine Verdachtsstation sowie die Normalstationen.

Der Neubau an der Südwestseite des Krankenhauses beherbergt auf drei Ebenen insgesamt 99 Betten. Er ersetzt das alte, in den 1980er-Jahren errichtete chirurgische Bettenhaus. Die modern ausgestatteten Ein- und Zweibettzimmer sind ringförmig um den zentralen Kern des Gebäudes angeordnet. Dies ermöglicht eine zeitgemäße und effiziente medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten.


Neubau geschafft! Umbau läuft: UKSH eröffnet sein Klinikum der Zukunft am Campus Lübeck

Historischer Meilenstein am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: Mit einer Feierstunde und einem Tag der offenen Tür hat das Klinikum der Zukunft am Freitag, 8. November 2019, am Campus Lübeck seine Pforten geöffnet. Mehr als 3.000 Gäste und Besucher, darunter 500 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, verschafften sich einen Eindruck vom neuen zentralen Klinikgebäude.


UKSH-Neubau in Lübeck eröffnet

Historischer Meilenstein am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: Mit einer Feierstunde und einem Tag der offenen Tür hat das Klinikum der Zukunft am Freitag, 8. November 2019, am Campus Lübeck seine Pforten geöffnet. Mehr als 3.000 Gäste und Besucher, darunter 500 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, verschafften sich einen Eindruck vom neuen zentralen Klinikgebäude. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther eröffnete gemeinsam mit Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, und Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau eines der europaweit modernsten Medizinzentren.

Der siebenstöckige Neubau ist der neue Mittelpunkt der universitären Maximalversorgung am Campus Lübeck. Der Neubau vervollständigt das bestehende Zentralklinikum und schafft gleichzeitig eine neue Infrastruktur für das gesamte Lübecker Klinikum. Um immer komplexere Krankheitszustände effektiv diagnostizieren und therapieren zu können, rücken im Neubau die Disziplinen in unmittelbare Nachbarschaft zueinander, die für die Patientenversorgung zusammengehören.

„Das UKSH ist mit dem Neubau in Lübeck und dem neuen Zentralklinikum in Kiel jetzt bestens aufgestellt. Damit beginnt in diesem Jahr eine neue Ära für die Universitätsmedizin in Schleswig-Holstein. Wir haben mit dem Masterplan für das UKSH die Basis für eine auch in Zukunft hohe medizinische Leistungsfähigkeit geschaffen. Als Land stehen wir fest hinter unserem Universitätsklinikum“, sagte Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.

„Mit dem herausragenden Klinikneubau des UKSH bleibt Lübeck auch künftig ein Ort der Spitzenmedizin und -forschung. Dies ist entscheidend für die medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger auf höchstem Niveau und stärkt die erfolgreiche Zusammenarbeit von innovativer Wissenschaft und Wirtschaft in Lübeck“, sagte Jan Lindenau, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck.

„Gemeinsam mit den Patienten und Mitarbeitern des UKSH freue ich mich über die Erneuerung des UKSH“, sagt Björn Engholm, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein. „Für die Menschen, die bei uns in Lübeck Hilfe und Heilung suchen, setzt das UKSH bundesweit Maßstäbe für die nächsten Dekaden.“

„Wir haben mit einem herausragenden Team eine gewaltige Herausforderung gemeistert“, sagte Prof. Dr. Jens Scholz. „Nach nur vier Jahren ist die Vision des fächerübergreifenden und digitalisierten Krankenhauses jetzt Wirklichkeit.“ Patienten erwartet eine lichtdurchflutete Architektur, die Genesungsprozesse unterstützt – mit kürzesten Wegen zu Diagnostik und Therapie, innovativen Service-Technologien und hohem Komfort. Prof. Scholz dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des UKSH für ihren enormen Einsatz, den Patientinnen und Patienten für ihren sogar gestiegenen Zuspruch und den am Bau beteiligten Firmen für ihr hohes Engagement, ebenso wie dem Land Schleswig-Holstein und der Stadt Lübeck.

In zehn Tagen startet der Umzug

Das UKSH ist das größte Universitätsklinikum im Norden und das einzige Klinikum der Maximalversorgung in Schleswig-Holstein. 2015 hatte das UKSH in öffentlich-privater Partnerschaft mit dem Immobilienpartner BAM/VAMED mit der Zentralisierung von 21 Kliniken am Campus Kiel und 20 am Campus Lübeck begonnen. Vom 21. bis 24. November 2019 ziehen 13 Kliniken sowie die Interdisziplinäre Notaufnahme in den Neubau am Campus Lübeck ein – bei laufendem Klinikbetrieb.

Die Gesamtobjektkosten für den Campus Lübeck belaufen sich auf 246,8 Mio. Euro zzgl. 22,0 Mio. Euro gemäß 3. Änderungsvereinbarung ohne Ersteinrichtung/ Ausstattung und medizinische Großgeräte. Die Kosten für die heute eröffnete Einheit betragen 177,1 Mio. Euro, auf die weiteren Übergabeeinheiten 2-10 entfallen 69,7 Mio. Euro. Der Kieler Neubau wurde bereits im August dieses Jahres in Betrieb genommen.

Ein UKSH – zwei Campi – eine Architektur

Es ist den Planungsteams gelungen, die 80 Kilometer weit auseinanderliegenden Standorte Kiel und Lübeck wie aus einem Guss erscheinen zu lassen und dem UKSH ein unverwechselbares Gesicht zu verleihen. „Unsere Spitzenmedizin hat endlich die Architektur und Infrastruktur bekommen, die ihr zusteht“, sagte Prof. Scholz. „Unser Ziel war es, die Wirksamkeit unserer Medizin durch eine Atmosphäre zu unterstützen, in der sich die Patientinnen und Patienten wohlfühlen.“ Die aufstrebenden Klinikgebäude präsentieren sich in Kiel wie in Lübeck in einem klar strukturierten, hellen und freundlichen Gewand mit goldenen Farbakzenten. Mit Backstein verkleidete Fassaden-Sockel fügen sich harmonisch in die umgebende Bebauung ein und stehen für die norddeutsche Bautradition. Die Materialien sind langlebig und nachhaltig.

Über den neuen Vorplatz und den neuen Haupteingang an der Ratzeburger Allee in Lübeck erreichen Patienten, Besucher und Mitarbeiter die großzügige Magistrale im Erdgeschoss. Auf 440 Quadratmetern Fläche ist sie als Patientenboulevard gestaltet, mit Information, Self-Check-in-Terminals, Bistros und Einkaufsmöglichkeiten. Von hier aus gelangt man zu den acht Normalstationen und sieben Intensivstationen sowie den Ambulanzen und Funktionsbereichen, u.a. dem Ambulanz-OP mit vier OP-Sälen. Ein neues, übersichtliches Wegeleitsystem ermöglicht eine unkomplizierte Orientierung im Gebäude. Bis hinein in die 246 Patientenzimmer setzt sich die Idee des lichtdurchfluteten Krankenhauses fort. Bewusst niedrige Brüstungen erlauben maximal möglichen Lichteinfall und größtmögliche Ausblicke, und zwar auch aus dem Krankenbett heraus. In den Räumen herrschen freundliche, helle Farben vor. Warme Holztöne schaffen eine hohe Behaglichkeit – unter Einhaltung höchster hygienischer Standards.

Funktionsbereiche rücken zusammen

Basis für die bauliche Erneuerung des UKSH ist ein Medizinisches Strukturkonzept, das die gesundheitliche Entwicklung der Bevölkerung der kommenden Jahrzehnte analysiert hat. Prognosen und Kapazitätsberechnungen berücksichtigen den demografischen Wandel und medizinischen Fortschritt. Leitgedanke der Universitätsmedizin der Zukunft ist die höchstmögliche Effizienz im Einklang mit dem besten Standard für Patienten und Mitarbeiter. In den Neubauten werden daher wichtige Funktionen der Krankenversorgung zusammengeführt und auf diese Weise medizinisch und wirtschaftlich sinnvolle Größen und Arbeitsabläufe geschaffen:

Die Interdisziplinäre Notaufnahme im Erdgeschoss des Lübecker Neubaus befindet sich zum Beispiel in direkter Nachbarschaft zum neu gegründeten Minimalinvasiven Centrum (MIC). Das MIC ist eine hochmoderne Einheit zur Versorgung von Notfallpatienten, bei denen es um die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Herzens und der Gefäße geht. Sie müssen unter Einsatz minimalinvasiver angiografischer Katheter-Verfahren behandelt werden. Daher arbeiten im MIC die Fachdisziplinen Kardiologie, Angiologie, Neuroradiologie, Radiologie, Elektrophysiologie und Anästhesiologie gemeinsam unter einem Dach. Die Interdisziplinäre Notaufnahme ist zudem per Aufzug direkt mit dem Zentral-OP im 2. Obergeschoss, den Intensivstationen und dem Hubschrauberlandeplatz verbunden. Der interdisziplinär genutzte neue Zentral-OP verfügt über 20 OP-Säle, davon zwei Hybrid-OPs mit Röntgenanlage. Die modernen medizintechnischen Geräte im Zentral-OP genügen höchsten Ansprüchen. Über ein digitales Videosystem können zudem während einer OP weitere Experten vom Campus Lübeck oder Campus Kiel hinzugezogen werden oder Live-Bilder einer OP in einen Hörsaal übertragen werden, damit Studierende davon lernen können.

Innovationen für mehr Komfort

Mit den Neubauten des UKSH sind wegweisende Innovationen und Vorteile für die Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen verbunden. So gibt es ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer sowie ein neues Verpflegungssystem auf den Stationen mit einem vielfältigen Speisenangebot. Überall dort, wo Angehörige Zugang haben, finden sie angenehme Aufenthaltsbereiche.

Im Neubau setzt das UKSH gezielt auf die Möglichkeiten der Digitalisierung, um Ärzte und Pflegekräfte von Routinearbeiten zu entlasten und damit den Behandlungserfolg zu erhöhen. Digitale Patientenservices bedeuten für die Patienten zudem mehr Komfort. Eine neue UKSH-Navigations-App für iOS und Android leitet die Nutzer zu ihrem Terminort am UKSH – auch innerhalb des Klinikgebäudes. An Self-Check-in-Terminals in den Aufnahmebereichen des Klinikums können sich die Patienten dann anmelden und Dokumente oder Einwilligungen einscannen. Wiederkehrende Patienten identifizieren sich dort mit ihrer Gesundheitskarte und erhalten eine Aufrufnummer. Erstaufnahmen werden am Self-Check-in-Terminal erkannt und zur Vervollständigung ihrer administrativen Daten zur zentralen Patientenaufnahme geleitet.

Die Digitalisierung setzt sich im Krankenzimmer fort. Über einen Tablet-PC am Bett haben Patienten Zugriff auf TV, Internet, E-Paper und Filme. Darüber hinaus können sie behandlungsbezogene Fragebögen oder ein Schmerztagebuch ausfüllen und an anonymen Zufriedenheitsumfragen teilnehmen. Klinisches Personal wird durch die sogenannten Bedside-Terminals bei der mobilen Visite unterstützt, um Befunde aufzurufen und die Behandlung mit dem Patienten abzusprechen. Als erstes deutsches Krankenhaus bietet das UKSH ein kassenunabhängiges elektronisches Gesundheitskonto kostenlos und lebenslang an, das den Datenaustausch zwischen Ärzten, Kliniken oder Therapeuten ermöglicht. Jeder Patient kann über seine Daten im elektronischen Archiv bequem und standortunabhängig verfügen.

Innovationen finden im Hintergrund statt. Bereits in Betrieb ist das automatisierte Unit-Dose-System. Es garantiert, dass alle Arzneimittel von der Klinikapotheke patientenindividuell zusammengestellt, verpackt und direkt an die Stationen geliefert werden. Die Anbindung des Systems an eine Verschreibungssoftware überprüft den Medikationsplan auf Wechselwirkungen. In der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte setzt das UKSH auf die voll automatisierte Lagerhaltung in der Sterilisation – weltweit ein Novum, das es sonst nur in Dänemark gibt. Um Risikominimierung geht es auch bei ortungsbasierten Diensten, die es Patienten ermöglichen, sich frei in den Klinikgebäuden zu bewegen, bei permanenter Überwachung der Vitaldaten. Sollte ein Notfall eintreten, kann der Patient exakt geortet werden. Ein solches Tracking wird auch zum automatisierten Warentransport oder der Reinigung der Stationsbetten genutzt.

Der Umzug am Campus Lübeck

Vom 21. bis 24. November 2019 ziehen 13 Kliniken einschließlich der Interdisziplinären Notaufnahme bei laufendem Betrieb in den Neubau ein. Darum fährt das UKSH am Umzugswochenende zweigleisig: So können parallel im Alt- wie im Neubau Patienten behandelt werden, auch die Interdisziplinäre Notaufnahme ist ohne Unterbrechung einsatzbereit. Der Umzug eines Klinikums dieser Größenordnung ist eine logistische Herausforderung. Für jeden Klinikbereich wurden die komplexen Prozesse während des Umzugs in der Theorie durchgespielt und detailliert geplant. Die Mitarbeiter im medizinischen und pflegerischen Bereich haben sich mit den Arbeitsabläufen im neuen Gebäude in Workshops und auf bereits fertiggestellten Musterstationen vertraut gemacht. Dass das Umzugskonzept erfolgreich ist, zeigte bereits der Umzug am Campus Kiel: im April 2019 zog dort die Interdisziplinäre Notaufnahme um, im August 2019 bezogen 13 Kliniken das neue zentrale Klinikgebäude, ebenfalls bei laufendem Betrieb.

Folgende Kliniken ziehen in das neue Gebäude am Campus Lübeck ein, einige davon mit Teilbereichen und/oder übergangsweise aufgrund des Umbaus im Bestandsgebäude:

  • Klinik für Anästhesiologie (Teilbereiche)
  • Klinik für Urologie
  • Klinik für Chirurgie
  • Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie
  • Klinik für Neurologie (Teilbereiche /übergangsweise)Klinik für Neurochirurgie (Teilbereiche / übergangsweise)
  • Klinik für Plastische Chirurgie (Teilbereiche / übergangsweise)
  • Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Klinik für Rheumatologie und klinische Immunologie
  • Medizinische Klinik I (Teilbereiche)
  • Medizinische Klinik II (Teilbereiche / übergangsweise)
  • Medizinische Klinik III (Teilbereiche: nur Ordinariat)
  • Neuroradiologie (Teilbereiche)

Weitere Informationen

> Bericht im NDR-Fernsehen, Schleswig-Holstein-Magazin, 8. November 2019

> Mehr über das Projekt


Büro Ludwigshafen zieht nach Mannheim

Das VAMED-Büro Ludwigshafen ist am Freitag, 20. September 2019, in den neuen Medical Technology Park der Nachbarstadt Mannheim umgezogen.Deshalb haben sich Adresse und Kontaktdaten geändert:

VAMED Health Project GmbH

Franz-Volhard-Straße 3
68167 Mannheim

Telefon: 0621 451800-0
Telefax: 0621 451800-91

 

Lage und Anfahrt

Vom Hauptbahnhof:

  • Mit der Straßenbahnlinie 3 Richtung Sandhofen bis Wasserturm fahren, dort umsteigen in die Straßenbahnlinie 2 Richtung Feudenheim und bis Mannheim Hauptfriedhof fahren.
  • Oder mit der Straßenbahnlinie 5/5A Richtung Heddesheim/Weinheim bis Nationaltheater fahren, dort umsteigen in die Straßenbahnlinie 2 Richtung Vogelstang und bis Mannheim Hauptfriedhof fahren.


Exzellente Ausbildung bei VAMED

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin hat VAMED Deutschland mit dem Siegel für exzellente Ausbildungsqualität ausgezeichnet.

Unternehmen, die sich um das Exzellenzsiegel bewerben, müssen eine Reihe von Pflicht- und Exzellenzkriterien erfüllen. IHK-Ausbildungsberater führen dann vor Ort einen Exzellenz-Check durch, dazu gehören auch Gespräche mit den Auszubildenden. Eingeführt wurde das Siegel 2015.

„Ihr Unternehmen hat eindrucksvoll nicht nur die Kriterien in den Kategorien ‚Pflicht‘ und ‚Exzellenz‘ erfüllt, sondern auch eine Vielzahl der freiwilligen Kriterien. In den Gesprächen, die unser Ausbildungsberater vor Ort mit Ausbildungsverantwortlichen und Auszubildenden geführt hat, ist die hervorragende Qualität der Ausbildung in Ihrem Unternehmen eindrucksvoll bestätigt worden“, begründet die IHK die Verleihung des Siegels an VAMED.

 


Neubau geschafft! Umbau läuft: UKSH eröffnet sein Klinikum der Zukunft am Campus Kiel

Historischer Meilenstein am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: Mit einer Feierstunde und einem Tag der offenen Tür hat das Klinikum der Zukunft am Freitag, 16. August 2019, am Campus Kiel seine Pforten geöffnet. Mehr als 5000 Gäste und Besucher, darunter 700 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, verschafften sich einen Eindruck vom neuen zentralen Klinikgebäude.


Kiel: UKSH-Zentralklinikum eröffnet

Historischer Meilenstein am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: Mit einer Feierstunde und einem Tag der offenen Tür hat das Klinikum der Zukunft am Freitag, 16. August 2019, am Campus Kiel seine Pforten geöffnet. Mehr als 5000 Gäste und Besucher, darunter 700 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, verschafften sich einen Eindruck vom neuen zentralen Klinikgebäude. Ministerpräsident Daniel Günther eröffnete gemeinsam mit Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, und dem Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer eines der europaweit modernsten Medizinzentren, im Beisein von Wolfgang Kubicki, Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Musikalisch wurde der Festakt vom Duo „Runge und Ammon“ des Schleswig-Holstein Musikfestivals und der Sängerin Sarah Connor untermalt.

Der sechsstöckige Neubau ist der neue Mittelpunkt der universitären Maximalversorgung am Campus Kiel. Um immer komplexere Krankheitszustände effektiv diagnostizieren und therapieren zu können, rücken im Neubau die Disziplinen in unmittelbare Nachbarschaft zueinander, die für die Patientenversorgung zusammengehören.

„Mit der Eröffnung dieses beeindruckenden Klinikneubaus in Kiel beginnt eine neue Zeit für die Universitätsmedizin in unserem Land. Entstanden ist eine exzellente Infrastruktur, die es den Ärztinnen und Ärzten des UKSH ermöglicht, ihre Patientinnen und Patienten auch in Zukunft hervorragend medizinisch zu versorgen“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther. „Gleichzeitig eröffnen sich hier neue Möglichkeiten für die innovative Forschung und Lehre unserer Universitäten. Ich freue mich daher, dass im November die Eröffnung am Lübecker Campus folgen wird.“

„Mit dem Neubau ist ein herausragendes Zentrum moderner Medizin am Meer entstanden, das auch städtebaulich neue Maßstäbe setzt“, sagte Dr. Ulf Kämpfer. „Ich freue mich sehr, dass Kiel auf diese Weise auch in Zukunft ein Ort der Spitzenmedizin und -forschung bleibt.“

„Wir haben mit einem herausragenden Team eine gewaltige Herausforderung gemeistert“, sagte Prof. Dr. Jens Scholz, „nach nur vier Jahren ist die Vision des fächerübergreifenden und digitalisierten Krankenhauses jetzt Wirklichkeit.“ Patienten erwartet eine architektonische Atmosphäre, die Genesungsprozesse unterstützt, kürzeste Wege zu Diagnostik und Therapie, innovative Service-Technologie und hoher Komfort. Prof. Scholz dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des UKSH für ihren enormen Einsatz, den Patienten für ihren sogar gestiegenen Zuspruch und den am Bau beteiligten Firmen für ihr hohes Engagement, ebenso wie dem Land Schleswig-Holstein und der Stadt Kiel.

Das UKSH ist das größte Universitätsklinikum im Norden und das einzige Klinikum der Maximalversorgung in Schleswig-Holstein. 2015 hatte das UKSH in öffentlich-privater Partnerschaft mit dem Immobilienpartner BAM/VAMED mit der Zentralisierung von 21 Kliniken am Campus Kiel und 20 am Campus Lübeck begonnen. Vom 22. bis 25. August 2019 ziehen 13 Kliniken in den Neubau am Campus Kiel ein – bei laufendem Klinikbetrieb. Bis zum Jahr 2022 werden noch die Bestandsgebäude auf dem Campus Kiel saniert und umgebaut. Die Gesamtinvestitionskosten für die heute eröffnete Einheit belaufen sich auf 321 Millionen Euro für Bau, Geräte, Ausstattung und IT.

Das neue UKSH-Gebäude in Kiel verfügt über 64.000 Quadratmeter Nutzfläche, was etwa zehn Fußballfeldern entspricht. Hinzu kommen noch einmal rund 20.000 Quadratmeter Umbaufläche sowie 6.500 Quadratmeter Teilsanierungs- und über 18.000 Quadratmeter Renovierungsfläche. Insgesamt wurde und wird der Campus Kiel auf 109.000 Quadratmetern baulich erneuert. Die Fläche ist fast doppelt so groß wie das Schloss von Versailles. Das neue zentrale Klinikgebäude wurde aus 46.000 Kubikmetern Beton gebaut. So viel wurde auch für das Empire State Building benötigt. Am Campus Lübeck wird in ähnlicher Größenordnung neu gebaut, umgebaut, saniert und renoviert.

Basis für die bauliche Erneuerung des UKSH ist ein Medizinisches Strukturkonzept, das die gesundheitliche Entwicklung der Bevölkerung der kommenden Jahrzehnte analysiert hat. Prognosen und Kapazitätsberechnungen berücksichtigen den demografischen Wandel und medizinischen Fortschritt. Leitgedanke der Universitätsmedizin der Zukunft ist die höchstmögliche Effizienz im Einklang mit dem besten Standard für Patienten und Mitarbeiter. In den Neubauten werden daher wichtige Funktionen der Krankenversorgung zusammengeführt und auf diese Weise medizinisch und wirtschaftlich sinnvolle Größen und Arbeitsabläufe geschaffen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihre Expertise für medizinische Maximalversorgung unmittelbar in die Planung eingebracht: Unzählige Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten, Servicekräfte, Verwaltungsangestellte und Personalräte haben die Pläne ihres künftigen Arbeitsplatzes in mehr als 1.000 Terminen kontinuierlich diskutiert und optimiert.

Ein UKSH – zwei Campi – eine Architektur

Es ist den Planungsteams gelungen, die 80 Kilometer weit auseinanderliegenden Standorte Kiel und Lübeck wie aus einem Guss erscheinen zu lassen und dem UKSH ein unverwechselbares Gesicht zu verleihen. „Unsere Spitzenmedizin hat endlich die Architektur und Infrastruktur bekommen, die ihr zusteht“, sagte Prof. Scholz. „Unser Ziel war es, die Wirksamkeit unserer Medizin durch eine Atmosphäre zu unterstützen, in der sich die Patientinnen und Patienten wohlfühlen.“ Die aufstrebenden Klinikgebäude präsentieren sich in Kiel wie in Lübeck in einem klar strukturierten, hellen und freundlichen Gewand mit goldenen Farbakzenten. Mit Backstein verkleidete Fassaden-Sockel fügen sich harmonisch in die umgebende Bebauung ein und stehen für die norddeutsche Bautradition. Die Materialien sind langlebig und nachhaltig.

Über den neuen Haupteingang erreichen Patienten, Besucher und Mitarbeiter am Campus Kiel die großzügige Magistrale im Erdgeschoss. Auf 890 Quadratmetern Fläche ist sie als Patientenboulevard gestaltet, mit Information, Self-Check-in-Terminals, einem modern eingerichteten Bistro und Einkaufsmöglichkeiten. Von hier aus gelangt man über 31 Personenaufzüge und 19 Lastenaufzüge zu den 17 Normalstationen und 10 Intensivstationen sowie den Ambulanzen. Ein neues, übersichtliches Wegeleitsystem ermöglicht eine unkomplizierte Orientierung im Gebäude.

Bis hinein in die 340 Patientenzimmer setzt sich die Idee des lichtdurchfluteten Krankenhauses fort. Bewusst niedrige Brüstungen erlauben maximal möglichen Lichteinfall und größtmögliche Ausblicke, und zwar auch aus dem Krankenbett heraus. In den Räumen herrschen helle Farben vor, die sich in der Natur Schleswig-Holsteins finden: die Sandtöne der Strände, das Blau der Meere, das Grün der Gräser. Warme Holztöne schaffen eine hohe Behaglichkeit – unter Einhaltung höchster hygienischer Standards.

Die denkmalgeschützten Gebäude der Frauenklinik und der HNO-Klinik werden noch in die bauliche Erneuerung des Campus integriert: Das Gebäude der Frauenklinik wird äußerlich in seine historische Ursprungsform aus dem 19. Jahrhundert zurückversetzt und durch eine Rahmung mit dem Neubau besonders in Szene gesetzt. Das Gebäude der HNO-Klinik aus den 1950er-Jahren wird in der kommenden Umbauphase erweitert und mit der Augenklinik das Kopfzentrum bilden.

Innovationen für mehr Komfort

Mit den Neubauten des UKSH sind wegweisende Innovationen und Vorteile für die Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen verbunden. So gibt es ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer sowie ein neues Verpflegungssystem auf den Stationen mit einem vielfältigen Speisenangebot. Überall dort, wo Angehörige Zugang haben, finden sie angenehme Aufenthaltsbereiche.

Im Neubau setzt das UKSH gezielt auf die Möglichkeiten der Digitalisierung, um Ärzte und Pflegekräfte von Routinearbeiten zu entlasten und damit den Behandlungserfolg zu erhöhen. Digitale Patientenservices bedeuten für die Patienten zudem mehr Komfort. An Self-Check-in-Terminals in den Aufnahmebereichen des Klinikums können sich die Patienten anmelden und Dokumente oder Einwilligungen einscannen. Wiederkehrende Patienten identifizieren sich dort mit ihrer Gesundheitskarte und erhalten eine Aufrufnummer. Erstaufnahmen werden am Self-Check-in-Terminal erkannt und zur Vervollständigung ihrer administrativen Daten zur zentralen Patientenaufnahme geleitet.

Die Digitalisierung setzt sich im Krankenzimmer fort. Über einen LCD-Bildschirm am Bett haben Patienten Zugriff auf TV, Internet, E-Paper und Filme. Darüber hinaus können sie behandlungsbezogene Fragebögen oder ein Schmerztagebuch ausfüllen und an anonymen Zufriedenheitsumfragen teilnehmen. Klinisches Personal wird durch die sogenannten Bedside-Terminals bei der mobilen Visite unterstützt, um Befunde aufzurufen und die Behandlung mit dem Patienten abzusprechen. Als erstes deutsches Krankenhaus bietet das UKSH ein kassenunabhängiges elektronisches Gesundheitskonto kostenlos und lebenslang an, das den Datenaustausch zwischen Ärzten, Kliniken oder Therapeuten ermöglicht. Jeder Patient kann über seine Daten im elektronischen Archiv bequem und standortunabhängig verfügen.

Viele Innovationen finden im Hintergrund statt. Bereits in Betrieb ist das automatisierte Unit-Dose-System. Es garantiert, dass alle Arzneimittel von der Klinikapotheke patientenindividuell zusammengestellt, verpackt und direkt an die Stationen geliefert werden. Die Anbindung des Systems an eine Verschreibungssoftware überprüft den Medikationsplan auf Wechselwirkungen. In der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte setzt das UKSH auf die voll automatisierte Lagerhaltung in der Sterilisation – weltweit ein Novum, das es sonst nur in Dänemark gibt. Um Risikominimierung geht es auch bei ortungsbasierten Diensten, die es Patienten ermöglichen, sich frei in den Klinikgebäuden zu bewegen, bei permanenter Überwachung der Vitaldaten. Sollte ein Notfall eintreten, kann der Patient exakt geortet werden. Ein solches Tracking wird auch zum automatisierten Warentransport oder der Reinigung der Stationsbetten genutzt.

Der Umzug am Campus Kiel

Vom 22. bis 25. August 2019 ziehen 13 Kliniken bei laufendem Betrieb in den Neubau ein. Darum fährt das UKSH am Umzugswochenende zweigleisig: So können parallel im Alt- wie im Neubau Patienten behandelt werden und auch Kinder zur Welt kommen. Der Umzug eines Klinikums dieser Größenordnung ist eine logistische Herausforderung. Für jeden Klinikbereich wurden die komplexen Prozesse während des Umzugs in der Theorie durchgespielt und detailliert geplant. Die Mitarbeiter im medizinischen und pflegerischen Bereich haben sich mit den Arbeitsabläufen im neuen Gebäude in Workshops und auf bereits fertiggestellten Musterstationen vertraut gemacht. Dass das Umzugskonzept erfolgreich ist, zeigte bereits der Umzug der Interdisziplinären Notaufnahme am 2. April 2019, ebenfalls bei laufendem Betrieb.


VAMED und Sana-Kliniken feiern Richtfest in Biberach

Moderne Ausstattung, kurze Wege, vernetzte Strukturen: Mit dem Klinikneubau schaffen die Sana Kliniken im Landkreis Biberach die Basis für eine zukunftsweisende Patientenversorgung. Der Grundstein dafür wurde vor rund einem Jahr auf dem Baugelände gelegt; am Freitag, den 12. Juli konnte nun gemeinsam mit Mitarbeitern, Bauarbeitern sowie geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft das Richtfest gefeiert werden.


Rohbau in Biberach fertig

Über 400 Mitarbeiter, Politiker, örtliche Repräsentanten, Vertreter der Sana AG, von VAMED und der Baufirmen sowie zahlreiche Bauarbeiter haben das Richtfest für das neue Biberacher Zentralkrankenhaus gefeiert.

Moderne Ausstattung, kurze Wege, vernetzte Strukturen: Mit dem Klinikneubau schaffen die Sana Kliniken im Landkreis Biberach die Basis für eine zukunftsweisende Patientenversorgung. Der Grundstein dafür wurde vor rund einem Jahr auf dem Baugelände gelegt; am Freitag, den 12. Juli konnte nun gemeinsam mit Mitarbeitern, Bauarbeitern sowie geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft das Richtfest gefeiert werden.

Auf dem zukünftigen Gesundheitscampus am Biberacher Hauderboschen entsteht derzeit auf rund 104.000 m² ein ganzheitliches Versorgungskonstrukt, welches verschiedenste Teilbereiche der Medizin an einem Standort vereinen und mit der damit verbundenen Vernetzung und Infrastruktur einmalig in der Region sein wird. Für die Menschen im Landkreis bedeutet dies eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung aus einer Hand: von der ambulanten Vorstellung über die stationäre oder ambulante Behandlung bis zur Nachsorge.

Als Herzstück des Campus entsteht aktuell das neue Zentralkrankenhaus – ein Klinikum der kurzen Wege und vernetzten Strukturen. Innovative Medizinkonzepte, ein breites Leistungsspektrum mit zertifizierten Abteilungen und Zentren sowie die optimale Anordnung der Bereiche mit Verbindungsgängen zu den angrenzenden Gebäuden entsprechen dabei nicht nur den neusten medizinischen Entwicklungen, sondern auch den Anforderungen an eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung sowie einen modernen Arbeitgeber. Schließlich soll das neue Klinikum nicht nur modernste Strukturen für die Patienten, sondern auch ein attraktives Arbeitsumfeld für die Klinikmitarbeiter bieten.

Der Startschuss für das 100-Millionen-Euro-Projekt – davon stammen 61,72 Millionen Euro aus Fördermitteln aus dem Krankenhausstrukturfonds des Bundes sowie aus Landesmitteln des Landes Baden-Württemberg – fiel bei klirrender Kälte im März 2018 mit dem Spatenstich. Das Fundament für die Gesundheitsversorgung von morgen wurde im darauffolgenden Juli im Rahmen der feierlichen Grundsteinlegung gesetzt. Seither hat der Klinikrohbau Stein für Stein Gestalt angenommen und präsentierte seine Dimensionen zum Richtfest jetzt in vollendeter Form.

> Filmbeitrag Regio TV

Sana-Geschäftsführerin Beate Jörißen

„Es freut mich, dass wir diesen weiteren großen Meilenstein auf dem Weg zum neuen Biberacher Zentralkrankenhaus heute mit so vielen Menschen feiern können. Menschen, die uns auf dem Weg hierher mit großem persönlichem Einsatz begleitet haben und uns weiter begleiten werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die heute ihren neuen Wirkungskreis erstmalig erleben und mit denen wir gemeinsam dieses Krankenhaus zukünftig mit Leben und kompetenter Medizin füllen werden. Handwerker und Bauverantwortliche, die für uns unsere Pläne und Visionen vom neuen, modernen Zentralkrankenhaus umsetzen. Ein herzliches Dankeschön an Sie alle. Ganz besonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei Herrn Minister Lucha für die hervorragende Förderung sowie die partnerschaftliche und stets konstruktive Zusammenarbeit im Sinne einer zukunftsweisenden Gesundheitsversorgung für den Landkreis Biberach. Das neue Zentralkrankenhaus mit Gesundheitscampus wird dabei passgenau auf die Anforderungen der heutigen Medizin zugeschnitten sein. Die Erkrankungen und Behandlungsmethoden sind vielfältiger und komplexer, als sie es noch vor einigen Jahren waren. Daher ist die Vernetzung zwischen den Fachbereichen sowie zwischen stationärer und ambulanter Versorgung wichtiger denn je. Hier am Gesundheitscampus werden sich vielfältige Synergien entwickeln, von denen unsere Patienten und nicht zuletzt auch unsere Mitarbeiter profitieren werden.”

Aufsichtsratsvorsitzender Jan Stanslowski

Auch Aufsichtsratsvorsitzender Jan Stanslowski beschrieb das Zentralkrankenhaus in seinem Grußwort als eine nachhaltige Investition in hoch attraktive Arbeitsplätze. Gleichzeitig leiste das Leuchtturmprojekt der Sana Kliniken einen wertvollen Beitrag zur Infrastrukturerneuerung im ländlichen Raum sowie zum Ausbau der Gesundheitsversorgung nach modernstem Standard: „Vieles ist dabei schon geschafft, sodass wir heute das Richtfest, das Fest für die Baufirmen und die Bauarbeiter, die an diesem Bauprojekt mitgewirkt haben, feiern können. Im Namen der Sana Kliniken AG und des Aufsichtsrates möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen bedanken, die seit über einem Jahr ihr Herzblut in den Bau unseres neuen Zentralkrankenhauses auf dem Gesundheitscampus stecken.”

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha wies in seinem Grußwort darauf hin, dass dem Biberacher Neubau für das Land ein besonderer Stellenwert zukomme. Immerhin handele es sich dabei um die größte Fördermaßnahme des Landes aus dem Krankenhausstrukturfonds. Er verband dies mit der klaren Botschaft: „Wir stehen zu einer modernen, flächendeckenden Gesundheitsversorgung, gerade im ländlichen Raum. Und wir unterstützen ganz besonders diejenigen Krankenhausträger, die ihre stationären Strukturen den aktuellen Herausforderungen entsprechend umbauen und zukunftsfähig ausrichten.”

Landrat Dr. Heiko Schmid

Landrat Dr. Heiko Schmid beschrieb das neue Krankenhaus als „Kernelement für eine moderne stationäre medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Biberach”. Der Neubau stärke ganz erheblich den zentralen Klinikstandort: „Wir können so gemeinsam mit Sana eine wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung auf einem hohen Niveau sicherstellen, und zwar 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Es entsteht ein richtiger Gesundheitscampus. Das Zentrum für Psychiatrie Bad Schussenried baut derzeit ein gerontopsychiatrisches Zentrum mit stationären Betten, mit einer Tagesklinik und einer psychiatrischen Ambulanz. Rege Bautätigkeit herrscht beim Dialysezentrum der PHV sowie dem neuen Ärztezentrum am Klinikum. Die Radiologie ist bereits in Betrieb. Es entsteht außerdem eine neue Rettungswache des DRK. Flächen gibt es auch weiterhin am Hauderboschen, um auch kliniknahe Dienstleistungen und Notwendigkeiten bauen zu können.”

Torsten Grätz, Mitglied der Geschäftsleitung von VAMED

„An der Planung und Errichtung des neuen Biberacher Krankenhauses wirken sehr viele Menschen mit, die hier ihre Wünsche und Ideen sowie ihr Fachwissen, ihre Erfahrung und ihre Arbeitskraft einbringen. Das Richtfest symbolisiert nun einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zu unserem gemeinsamen Ziel: In Teamarbeit mit den Sana Kliniken eine hochmoderne Infrastruktur für die Patientenversorgung der Zukunft in der Region zu schaffen.”


Weiterführende Informationen

Der fünfgeschossige Neubau wird eine Gesamtnutzungsfläche von 16.800 m² haben. Alleine für die sieben Operationssäle sind 1.100 m² eingeplant. Standard werden 2-Bett-Zimmer mit eigenem Bad, Toilette, TV und WLAN sein; darüber hinaus wird es eine Wahlleistungsstation mit 28 Betten und gehobener Ausstattung geben. Je nach Entwicklung der Belegungszahlen können die vorgesehenen 370 auf bis zu 410 Betten aufgestockt werden.

Was sind die nächsten Schritte?

Rund 16.000 m³ Stahlbeton und circa 31.500 m² Deckenfläche wurden im Rahmen der Rohbauarbeiten verarbeitet. Nach der Fertigstellung des Klinikrohbaus geht es nun mit dem Innenausbau weiter. Für diesen werden etwa 8.900 m² nichttragende Mauerwerkswände und rund 25.000 m² Trockenbauwände errichtet. Darüber hinaus werden unter anderem 560 Elementfenster sowie circa 200 m² Pfosten-Riegel-Fassade montiert. Letzteres ist die gängige Konstruktionsmethode, um großflächige, filigrane Glasfassaden zu errichten. Weiter werden etwa 31.500 m² Böden sowie rund 30.000 Meter Heizleitungen in den Decken für die thermoaktivierte Betondecke verlegt; dies entspricht in etwa der Strecke von Biberach nach Ehingen. Darüber hinaus werden circa 52.500 m² Wandfläche, mehr als 46-mal die Grundfläche der Reichstagskuppel des Deutschen Bundestags, zu streichen sein.