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Exzellente Ausbildung bei VAMED

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin hat VAMED Deutschland mit dem Siegel für exzellente Ausbildungsqualität ausgezeichnet.

Unternehmen, die sich um das Exzellenzsiegel bewerben, müssen eine Reihe von Pflicht- und Exzellenzkriterien erfüllen. IHK-Ausbildungsberater führen dann vor Ort einen Exzellenz-Check durch, dazu gehören auch Gespräche mit den Auszubildenden. Eingeführt wurde das Siegel 2015.

„Ihr Unternehmen hat eindrucksvoll nicht nur die Kriterien in den Kategorien ‚Pflicht‘ und ‚Exzellenz‘ erfüllt, sondern auch eine Vielzahl der freiwilligen Kriterien. In den Gesprächen, die unser Ausbildungsberater vor Ort mit Ausbildungsverantwortlichen und Auszubildenden geführt hat, ist die hervorragende Qualität der Ausbildung in Ihrem Unternehmen eindrucksvoll bestätigt worden“, begründet die IHK die Verleihung des Siegels an VAMED.

 


Kiel: UKSH-Zentralklinikum eröffnet

Historischer Meilenstein am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: Mit einer Feierstunde und einem Tag der offenen Tür hat das Klinikum der Zukunft am Freitag, 16. August 2019, am Campus Kiel seine Pforten geöffnet. Mehr als 5000 Gäste und Besucher, darunter 700 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, verschafften sich einen Eindruck vom neuen zentralen Klinikgebäude. Ministerpräsident Daniel Günther eröffnete gemeinsam mit Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, und dem Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer eines der europaweit modernsten Medizinzentren, im Beisein von Wolfgang Kubicki, Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Musikalisch wurde der Festakt vom Duo „Runge und Ammon“ des Schleswig-Holstein Musikfestivals und der Sängerin Sarah Connor untermalt.

Der sechsstöckige Neubau ist der neue Mittelpunkt der universitären Maximalversorgung am Campus Kiel. Um immer komplexere Krankheitszustände effektiv diagnostizieren und therapieren zu können, rücken im Neubau die Disziplinen in unmittelbare Nachbarschaft zueinander, die für die Patientenversorgung zusammengehören.

„Mit der Eröffnung dieses beeindruckenden Klinikneubaus in Kiel beginnt eine neue Zeit für die Universitätsmedizin in unserem Land. Entstanden ist eine exzellente Infrastruktur, die es den Ärztinnen und Ärzten des UKSH ermöglicht, ihre Patientinnen und Patienten auch in Zukunft hervorragend medizinisch zu versorgen“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther. „Gleichzeitig eröffnen sich hier neue Möglichkeiten für die innovative Forschung und Lehre unserer Universitäten. Ich freue mich daher, dass im November die Eröffnung am Lübecker Campus folgen wird.“

„Mit dem Neubau ist ein herausragendes Zentrum moderner Medizin am Meer entstanden, das auch städtebaulich neue Maßstäbe setzt“, sagte Dr. Ulf Kämpfer. „Ich freue mich sehr, dass Kiel auf diese Weise auch in Zukunft ein Ort der Spitzenmedizin und -forschung bleibt.“

„Wir haben mit einem herausragenden Team eine gewaltige Herausforderung gemeistert“, sagte Prof. Dr. Jens Scholz, „nach nur vier Jahren ist die Vision des fächerübergreifenden und digitalisierten Krankenhauses jetzt Wirklichkeit.“ Patienten erwartet eine architektonische Atmosphäre, die Genesungsprozesse unterstützt, kürzeste Wege zu Diagnostik und Therapie, innovative Service-Technologie und hoher Komfort. Prof. Scholz dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des UKSH für ihren enormen Einsatz, den Patienten für ihren sogar gestiegenen Zuspruch und den am Bau beteiligten Firmen für ihr hohes Engagement, ebenso wie dem Land Schleswig-Holstein und der Stadt Kiel.

Das UKSH ist das größte Universitätsklinikum im Norden und das einzige Klinikum der Maximalversorgung in Schleswig-Holstein. 2015 hatte das UKSH in öffentlich-privater Partnerschaft mit dem Immobilienpartner BAM/VAMED mit der Zentralisierung von 21 Kliniken am Campus Kiel und 20 am Campus Lübeck begonnen. Vom 22. bis 25. August 2019 ziehen 13 Kliniken in den Neubau am Campus Kiel ein – bei laufendem Klinikbetrieb. Bis zum Jahr 2022 werden noch die Bestandsgebäude auf dem Campus Kiel saniert und umgebaut. Die Gesamtinvestitionskosten für die heute eröffnete Einheit belaufen sich auf 321 Millionen Euro für Bau, Geräte, Ausstattung und IT.

Das neue UKSH-Gebäude in Kiel verfügt über 64.000 Quadratmeter Nutzfläche, was etwa zehn Fußballfeldern entspricht. Hinzu kommen noch einmal rund 20.000 Quadratmeter Umbaufläche sowie 6.500 Quadratmeter Teilsanierungs- und über 18.000 Quadratmeter Renovierungsfläche. Insgesamt wurde und wird der Campus Kiel auf 109.000 Quadratmetern baulich erneuert. Die Fläche ist fast doppelt so groß wie das Schloss von Versailles. Das neue zentrale Klinikgebäude wurde aus 46.000 Kubikmetern Beton gebaut. So viel wurde auch für das Empire State Building benötigt. Am Campus Lübeck wird in ähnlicher Größenordnung neu gebaut, umgebaut, saniert und renoviert.

Basis für die bauliche Erneuerung des UKSH ist ein Medizinisches Strukturkonzept, das die gesundheitliche Entwicklung der Bevölkerung der kommenden Jahrzehnte analysiert hat. Prognosen und Kapazitätsberechnungen berücksichtigen den demografischen Wandel und medizinischen Fortschritt. Leitgedanke der Universitätsmedizin der Zukunft ist die höchstmögliche Effizienz im Einklang mit dem besten Standard für Patienten und Mitarbeiter. In den Neubauten werden daher wichtige Funktionen der Krankenversorgung zusammengeführt und auf diese Weise medizinisch und wirtschaftlich sinnvolle Größen und Arbeitsabläufe geschaffen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihre Expertise für medizinische Maximalversorgung unmittelbar in die Planung eingebracht: Unzählige Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten, Servicekräfte, Verwaltungsangestellte und Personalräte haben die Pläne ihres künftigen Arbeitsplatzes in mehr als 1.000 Terminen kontinuierlich diskutiert und optimiert.

Ein UKSH – zwei Campi – eine Architektur

Es ist den Planungsteams gelungen, die 80 Kilometer weit auseinanderliegenden Standorte Kiel und Lübeck wie aus einem Guss erscheinen zu lassen und dem UKSH ein unverwechselbares Gesicht zu verleihen. „Unsere Spitzenmedizin hat endlich die Architektur und Infrastruktur bekommen, die ihr zusteht“, sagte Prof. Scholz. „Unser Ziel war es, die Wirksamkeit unserer Medizin durch eine Atmosphäre zu unterstützen, in der sich die Patientinnen und Patienten wohlfühlen.“ Die aufstrebenden Klinikgebäude präsentieren sich in Kiel wie in Lübeck in einem klar strukturierten, hellen und freundlichen Gewand mit goldenen Farbakzenten. Mit Backstein verkleidete Fassaden-Sockel fügen sich harmonisch in die umgebende Bebauung ein und stehen für die norddeutsche Bautradition. Die Materialien sind langlebig und nachhaltig.

Über den neuen Haupteingang erreichen Patienten, Besucher und Mitarbeiter am Campus Kiel die großzügige Magistrale im Erdgeschoss. Auf 890 Quadratmetern Fläche ist sie als Patientenboulevard gestaltet, mit Information, Self-Check-in-Terminals, einem modern eingerichteten Bistro und Einkaufsmöglichkeiten. Von hier aus gelangt man über 31 Personenaufzüge und 19 Lastenaufzüge zu den 17 Normalstationen und 10 Intensivstationen sowie den Ambulanzen. Ein neues, übersichtliches Wegeleitsystem ermöglicht eine unkomplizierte Orientierung im Gebäude.

Bis hinein in die 340 Patientenzimmer setzt sich die Idee des lichtdurchfluteten Krankenhauses fort. Bewusst niedrige Brüstungen erlauben maximal möglichen Lichteinfall und größtmögliche Ausblicke, und zwar auch aus dem Krankenbett heraus. In den Räumen herrschen helle Farben vor, die sich in der Natur Schleswig-Holsteins finden: die Sandtöne der Strände, das Blau der Meere, das Grün der Gräser. Warme Holztöne schaffen eine hohe Behaglichkeit – unter Einhaltung höchster hygienischer Standards.

Die denkmalgeschützten Gebäude der Frauenklinik und der HNO-Klinik werden noch in die bauliche Erneuerung des Campus integriert: Das Gebäude der Frauenklinik wird äußerlich in seine historische Ursprungsform aus dem 19. Jahrhundert zurückversetzt und durch eine Rahmung mit dem Neubau besonders in Szene gesetzt. Das Gebäude der HNO-Klinik aus den 1950er-Jahren wird in der kommenden Umbauphase erweitert und mit der Augenklinik das Kopfzentrum bilden.

Innovationen für mehr Komfort

Mit den Neubauten des UKSH sind wegweisende Innovationen und Vorteile für die Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen verbunden. So gibt es ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer sowie ein neues Verpflegungssystem auf den Stationen mit einem vielfältigen Speisenangebot. Überall dort, wo Angehörige Zugang haben, finden sie angenehme Aufenthaltsbereiche.

Im Neubau setzt das UKSH gezielt auf die Möglichkeiten der Digitalisierung, um Ärzte und Pflegekräfte von Routinearbeiten zu entlasten und damit den Behandlungserfolg zu erhöhen. Digitale Patientenservices bedeuten für die Patienten zudem mehr Komfort. An Self-Check-in-Terminals in den Aufnahmebereichen des Klinikums können sich die Patienten anmelden und Dokumente oder Einwilligungen einscannen. Wiederkehrende Patienten identifizieren sich dort mit ihrer Gesundheitskarte und erhalten eine Aufrufnummer. Erstaufnahmen werden am Self-Check-in-Terminal erkannt und zur Vervollständigung ihrer administrativen Daten zur zentralen Patientenaufnahme geleitet.

Die Digitalisierung setzt sich im Krankenzimmer fort. Über einen LCD-Bildschirm am Bett haben Patienten Zugriff auf TV, Internet, E-Paper und Filme. Darüber hinaus können sie behandlungsbezogene Fragebögen oder ein Schmerztagebuch ausfüllen und an anonymen Zufriedenheitsumfragen teilnehmen. Klinisches Personal wird durch die sogenannten Bedside-Terminals bei der mobilen Visite unterstützt, um Befunde aufzurufen und die Behandlung mit dem Patienten abzusprechen. Als erstes deutsches Krankenhaus bietet das UKSH ein kassenunabhängiges elektronisches Gesundheitskonto kostenlos und lebenslang an, das den Datenaustausch zwischen Ärzten, Kliniken oder Therapeuten ermöglicht. Jeder Patient kann über seine Daten im elektronischen Archiv bequem und standortunabhängig verfügen.

Viele Innovationen finden im Hintergrund statt. Bereits in Betrieb ist das automatisierte Unit-Dose-System. Es garantiert, dass alle Arzneimittel von der Klinikapotheke patientenindividuell zusammengestellt, verpackt und direkt an die Stationen geliefert werden. Die Anbindung des Systems an eine Verschreibungssoftware überprüft den Medikationsplan auf Wechselwirkungen. In der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte setzt das UKSH auf die voll automatisierte Lagerhaltung in der Sterilisation – weltweit ein Novum, das es sonst nur in Dänemark gibt. Um Risikominimierung geht es auch bei ortungsbasierten Diensten, die es Patienten ermöglichen, sich frei in den Klinikgebäuden zu bewegen, bei permanenter Überwachung der Vitaldaten. Sollte ein Notfall eintreten, kann der Patient exakt geortet werden. Ein solches Tracking wird auch zum automatisierten Warentransport oder der Reinigung der Stationsbetten genutzt.

Der Umzug am Campus Kiel

Vom 22. bis 25. August 2019 ziehen 13 Kliniken bei laufendem Betrieb in den Neubau ein. Darum fährt das UKSH am Umzugswochenende zweigleisig: So können parallel im Alt- wie im Neubau Patienten behandelt werden und auch Kinder zur Welt kommen. Der Umzug eines Klinikums dieser Größenordnung ist eine logistische Herausforderung. Für jeden Klinikbereich wurden die komplexen Prozesse während des Umzugs in der Theorie durchgespielt und detailliert geplant. Die Mitarbeiter im medizinischen und pflegerischen Bereich haben sich mit den Arbeitsabläufen im neuen Gebäude in Workshops und auf bereits fertiggestellten Musterstationen vertraut gemacht. Dass das Umzugskonzept erfolgreich ist, zeigte bereits der Umzug der Interdisziplinären Notaufnahme am 2. April 2019, ebenfalls bei laufendem Betrieb.


Rohbau in Biberach fertig

Über 400 Mitarbeiter, Politiker, örtliche Repräsentanten, Vertreter der Sana AG, von VAMED und der Baufirmen sowie zahlreiche Bauarbeiter haben das Richtfest für das neue Biberacher Zentralkrankenhaus gefeiert.

Moderne Ausstattung, kurze Wege, vernetzte Strukturen: Mit dem Klinikneubau schaffen die Sana Kliniken im Landkreis Biberach die Basis für eine zukunftsweisende Patientenversorgung. Der Grundstein dafür wurde vor rund einem Jahr auf dem Baugelände gelegt; am Freitag, den 12. Juli konnte nun gemeinsam mit Mitarbeitern, Bauarbeitern sowie geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft das Richtfest gefeiert werden.

Auf dem zukünftigen Gesundheitscampus am Biberacher Hauderboschen entsteht derzeit auf rund 104.000 m² ein ganzheitliches Versorgungskonstrukt, welches verschiedenste Teilbereiche der Medizin an einem Standort vereinen und mit der damit verbundenen Vernetzung und Infrastruktur einmalig in der Region sein wird. Für die Menschen im Landkreis bedeutet dies eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung aus einer Hand: von der ambulanten Vorstellung über die stationäre oder ambulante Behandlung bis zur Nachsorge.

Als Herzstück des Campus entsteht aktuell das neue Zentralkrankenhaus – ein Klinikum der kurzen Wege und vernetzten Strukturen. Innovative Medizinkonzepte, ein breites Leistungsspektrum mit zertifizierten Abteilungen und Zentren sowie die optimale Anordnung der Bereiche mit Verbindungsgängen zu den angrenzenden Gebäuden entsprechen dabei nicht nur den neusten medizinischen Entwicklungen, sondern auch den Anforderungen an eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung sowie einen modernen Arbeitgeber. Schließlich soll das neue Klinikum nicht nur modernste Strukturen für die Patienten, sondern auch ein attraktives Arbeitsumfeld für die Klinikmitarbeiter bieten.

Der Startschuss für das 100-Millionen-Euro-Projekt – davon stammen 61,72 Millionen Euro aus Fördermitteln aus dem Krankenhausstrukturfonds des Bundes sowie aus Landesmitteln des Landes Baden-Württemberg – fiel bei klirrender Kälte im März 2018 mit dem Spatenstich. Das Fundament für die Gesundheitsversorgung von morgen wurde im darauffolgenden Juli im Rahmen der feierlichen Grundsteinlegung gesetzt. Seither hat der Klinikrohbau Stein für Stein Gestalt angenommen und präsentierte seine Dimensionen zum Richtfest jetzt in vollendeter Form.

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Sana-Geschäftsführerin Beate Jörißen

„Es freut mich, dass wir diesen weiteren großen Meilenstein auf dem Weg zum neuen Biberacher Zentralkrankenhaus heute mit so vielen Menschen feiern können. Menschen, die uns auf dem Weg hierher mit großem persönlichem Einsatz begleitet haben und uns weiter begleiten werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die heute ihren neuen Wirkungskreis erstmalig erleben und mit denen wir gemeinsam dieses Krankenhaus zukünftig mit Leben und kompetenter Medizin füllen werden. Handwerker und Bauverantwortliche, die für uns unsere Pläne und Visionen vom neuen, modernen Zentralkrankenhaus umsetzen. Ein herzliches Dankeschön an Sie alle. Ganz besonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei Herrn Minister Lucha für die hervorragende Förderung sowie die partnerschaftliche und stets konstruktive Zusammenarbeit im Sinne einer zukunftsweisenden Gesundheitsversorgung für den Landkreis Biberach. Das neue Zentralkrankenhaus mit Gesundheitscampus wird dabei passgenau auf die Anforderungen der heutigen Medizin zugeschnitten sein. Die Erkrankungen und Behandlungsmethoden sind vielfältiger und komplexer, als sie es noch vor einigen Jahren waren. Daher ist die Vernetzung zwischen den Fachbereichen sowie zwischen stationärer und ambulanter Versorgung wichtiger denn je. Hier am Gesundheitscampus werden sich vielfältige Synergien entwickeln, von denen unsere Patienten und nicht zuletzt auch unsere Mitarbeiter profitieren werden.“

Aufsichtsratsvorsitzender Jan Stanslowski

Auch Aufsichtsratsvorsitzender Jan Stanslowski beschrieb das Zentralkrankenhaus in seinem Grußwort als eine nachhaltige Investition in hoch attraktive Arbeitsplätze. Gleichzeitig leiste das Leuchtturmprojekt der Sana Kliniken einen wertvollen Beitrag zur Infrastrukturerneuerung im ländlichen Raum sowie zum Ausbau der Gesundheitsversorgung nach modernstem Standard: „Vieles ist dabei schon geschafft, sodass wir heute das Richtfest, das Fest für die Baufirmen und die Bauarbeiter, die an diesem Bauprojekt mitgewirkt haben, feiern können. Im Namen der Sana Kliniken AG und des Aufsichtsrates möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen bedanken, die seit über einem Jahr ihr Herzblut in den Bau unseres neuen Zentralkrankenhauses auf dem Gesundheitscampus stecken.“

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha wies in seinem Grußwort darauf hin, dass dem Biberacher Neubau für das Land ein besonderer Stellenwert zukomme. Immerhin handele es sich dabei um die größte Fördermaßnahme des Landes aus dem Krankenhausstrukturfonds. Er verband dies mit der klaren Botschaft: „Wir stehen zu einer modernen, flächendeckenden Gesundheitsversorgung, gerade im ländlichen Raum. Und wir unterstützen ganz besonders diejenigen Krankenhausträger, die ihre stationären Strukturen den aktuellen Herausforderungen entsprechend umbauen und zukunftsfähig ausrichten.“

Landrat Dr. Heiko Schmid

Landrat Dr. Heiko Schmid beschrieb das neue Krankenhaus als „Kernelement für eine moderne stationäre medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Biberach“. Der Neubau stärke ganz erheblich den zentralen Klinikstandort: „Wir können so gemeinsam mit Sana eine wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung auf einem hohen Niveau sicherstellen, und zwar 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Es entsteht ein richtiger Gesundheitscampus. Das Zentrum für Psychiatrie Bad Schussenried baut derzeit ein gerontopsychiatrisches Zentrum mit stationären Betten, mit einer Tagesklinik und einer psychiatrischen Ambulanz. Rege Bautätigkeit herrscht beim Dialysezentrum der PHV sowie dem neuen Ärztezentrum am Klinikum. Die Radiologie ist bereits in Betrieb. Es entsteht außerdem eine neue Rettungswache des DRK. Flächen gibt es auch weiterhin am Hauderboschen, um auch kliniknahe Dienstleistungen und Notwendigkeiten bauen zu können.“

Torsten Grätz, Mitglied der Geschäftsleitung von VAMED

„An der Planung und Errichtung des neuen Biberacher Krankenhauses wirken sehr viele Menschen mit, die hier ihre Wünsche und Ideen sowie ihr Fachwissen, ihre Erfahrung und ihre Arbeitskraft einbringen. Das Richtfest symbolisiert nun einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zu unserem gemeinsamen Ziel: In Teamarbeit mit den Sana Kliniken eine hochmoderne Infrastruktur für die Patientenversorgung der Zukunft in der Region zu schaffen.“


Weiterführende Informationen

Der fünfgeschossige Neubau wird eine Gesamtnutzungsfläche von 16.800 m² haben. Alleine für die sieben Operationssäle sind 1.100 m² eingeplant. Standard werden 2-Bett-Zimmer mit eigenem Bad, Toilette, TV und WLAN sein; darüber hinaus wird es eine Wahlleistungsstation mit 28 Betten und gehobener Ausstattung geben. Je nach Entwicklung der Belegungszahlen können die vorgesehenen 370 auf bis zu 410 Betten aufgestockt werden.

Was sind die nächsten Schritte?

Rund 16.000 m³ Stahlbeton und circa 31.500 m² Deckenfläche wurden im Rahmen der Rohbauarbeiten verarbeitet. Nach der Fertigstellung des Klinikrohbaus geht es nun mit dem Innenausbau weiter. Für diesen werden etwa 8.900 m² nichttragende Mauerwerkswände und rund 25.000 m² Trockenbauwände errichtet. Darüber hinaus werden unter anderem 560 Elementfenster sowie circa 200 m² Pfosten-Riegel-Fassade montiert. Letzteres ist die gängige Konstruktionsmethode, um großflächige, filigrane Glasfassaden zu errichten. Weiter werden etwa 31.500 m² Böden sowie rund 30.000 Meter Heizleitungen in den Decken für die thermoaktivierte Betondecke verlegt; dies entspricht in etwa der Strecke von Biberach nach Ehingen. Darüber hinaus werden circa 52.500 m² Wandfläche, mehr als 46-mal die Grundfläche der Reichstagskuppel des Deutschen Bundestags, zu streichen sein.


VAMED 2018 mit größtem Wachstum in der Unternehmensgeschichte

VAMED AG hat im vergangenen Jahr 38 Gesundheitseinrichtungen in Deutschland mit Schwerpunkt auf Rehabilitation und Pflege übernommen und durch weitere Firmenzukäufe sein Angebot bei High-End Dienstleistungen weiter verstärkt. Zugleich ist die VAMED im Umsatz auch organisch um 17 % gewachsen. In Summe erhöhte sich 2018 der konsolidierte Umsatz um 38 % auf 1,7 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 45 % auf 110 Mio. Euro an. Dies bedeutete das größte Wachstum in der Unternehmensgeschichte und das 18. Rekordergebnis in Folge.


  • Umsatz 2018 um 38 % auf 1,7 Mrd. Euro gestiegen, EBIT + 45 % auf 110 Mio. Euro

  • 38 Post-Akut Einrichtungen in Deutschland übernommen

  • High-End Dienstleistungen für Krankenhäuser durch Firmenzukäufe weiter gestärkt

  • Neue Krankenhausprojekte in Angola, China, Indonesien, Nicaragua, Oman und Trinidad-Tobago

  • Geschäftsvolumen 2,2 Mrd. Euro, mehr als 27.000 Mitarbeiter

  • Rekord-Auftragsbestand von 2,4 Mrd. Euro

  • Anteil des Dienstleistungsgeschäfts von 51 % auf 58 % gestiegen

  • Konzernzentrale in Wien neu adaptiert und erweitert


Dr. Ernst Wastler, Vorstandsvorsitzender der VAMED AG: „2018 markiert für die VAMED einen Meilenstein in unserer Unternehmensentwicklung. Der Aufstieg zu einem führenden Rehabilitationsanbieter in Europa und unsere neuen internationalen Krankenhausprojekte bedeuten für uns einen signifikanten Wachstumssprung. Mittlerweile haben wir in 88 Ländern mehr als 900 Gesundheitsprojekte realisiert. Die starke Auftragslage im Projektgeschäft, die wachsende Bedeutung unserer Dienstleistungen und unsere einzigartige Wertschöpfungskette sichern uns auch in Zukunft weiteres Wachstum.“

Unter Einbeziehung sämtlicher Bereiche, für die die VAMED die Management-Verantwortung trägt, erwirtschaftete das Unternehmen 2018 ein Geschäftsvolumen von 2,2 Mrd. Euro. Mit insgesamt 67 Post-Akut Einrichtungen zählt die VAMED nun zu den führenden Rehabilitationsanbietern Europas. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 18.000 auf mehr als 27.000 Beschäftigte an. In Österreich zählt die VAMED rund 6.300 Mitarbeiter – 700 davon nun in der Konzernzentrale in Wien, die die VAMED im Zuge ihres Wachstums neugestaltet und stark erweitert hat.

Neue internationale Krankenhausprojekte

Die VAMED entwickelt, plant, errichtet und betreibt Gesundheitseinrichtungen in allen Bereichen des Gesundheitswesens und ermöglicht durch ihr Financial Engineering auch die Finanzierung neuer Projekte – von der Prävention über Akut-Medizin bis hin zur Rehabilitation und Pflege.
Neue Krankenhaus-Projektaufträge erhielt die VAMED 2018 unter anderem in Angola, China, Indonesien, Nicaragua, Oman und Trinidad-Tobago. Der Auftragseingang im Projektgeschäft lag mit 1,2 Mrd. Euro um 12 % über dem Rekordniveau des Vorjahrs. Der Auftragsbestand erreichte per Jahresende mit 2,4 Mrd. Euro und einem Zuwachs von 13 % ebenfalls eine neue Bestmarke.

Im Bereich High-End Dienstleistungen hat die VAMED den britischen Medizintechnik-spezialisten Avensys UK Ltd. (Kidderminster) und die deutsche Medserv-CE GmbH Clinical Engineering (Sulzbach/Saar) erworben. Der Anteil des Dienstleistungsgeschäfts am Gesamtumsatz der VAMED hat sich durch die Firmenzukäufe, den Erwerb der deutschen Post-Akut Einrichtungen und weiteres organisches Wachstum von 51 % auf 58 % erhöht. Als technischer Dienstleister betreut die VAMED nun weltweit 840 Gesundheitseinrichtungen mit rund 193.000 Betten.

Post-Akut Versorgung für sämtliche Indikationen – Ausbau der Reha in Österreich

Die zum 1. Juli 2018 erworbenen Post-Akut Einrichtungen in Deutschland ergänzen das bestehende Angebot in der Neurologie, Orthopädie, Onkologie, Psychosomatik, Kardiologie und Geriatrie. Außerdem sind die neuen VAMED-Einrichtungen führend in der Kinder- und Jugendlichen-Neuro-Frührehabilitation und betreiben Kompetenzzentren für die immer wichtiger werdenden Indikationen Hörstörungen, Tinnitus und Schwindel (HTS). Das Rehabilitationsangebot der VAMED deckt damit sämtliche Indikationen ab.

Schon bisher verfügte die VAMED als führender Reha-Anbieter in Österreich, der Schweiz und Tschechien über eine einzigartige Gesundheitskompetenz in der Post-Akut Versorgung. In Österreich hat die VAMED ihr Rehabilitationsangebot 2018 weiter ausgebaut und in St. Veit im Pongau die erste familienorientierte Rehabilitation für Kinder- und Jugendliche mit Krebs- und Stoffwechselerkrankungen eröffnet. Der Leuwaldhof in St. Veit im Pongau ist das 25. Private-Public-Partnership-Projekt (PPP), das die VAMED realisiert hat.

1,7 Mrd. Euro-Großauftrag in Deutschland schreitet voran

Die VAMED gilt als Pionier von PPP im Gesundheitswesen. Das bisher größte PPP-Projekt entsteht derzeit in Deutschland: Gemeinsam mit ihrem Projektpartner errichtet die VAMED das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel und Lübeck, die neue Universitätsmedizin des 21. Jahrhunderts.

Der Auftrag ist als Lebenszyklusprojekt konzipiert und beinhaltet nach Inbetriebnahme auch die Verfügbarhaltung und technische Betriebsführung samt Reinvestitionen bis 2044. Das Gesamtprojektvolumen beträgt 1,7 Mrd. Euro.

Ausbildungszentrum in Tschechien erworben – Neues Robotik-Reha-Kompetenzzentrum in der Schweiz

In Tschechien hat die VAMED Mediterra eine private Krankenpflegefachschule in Melnik übernommen. In den kommenden vier Jahren will die VAMED die derzeit über 100 Ausbildungsplätze am Standort verdoppeln.

In der Schweiz hat die VAMED Rehaklinik Zihlschlacht mit einem Technologiepartner und der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) unter dem Namen Revigo ein neues Trainings-, Ausbildungs- und Entwicklungszentrum für Robotik-unterstützte Rehabilitation gegründet.

Insgesamt beschäftigt die VAMED in ihren Gesundheitseinrichtungen rund 10.000 Ärzte, Therapeuten und Pfleger. Das umfassende medizinische Know-how ihrer Ärzte hat die VAMED in einem International Medical Board vernetzt.

VAMED Vitality World baut Marktposition weiter aus

Weiter auf Wachstumskurs ist die VAMED auch mit der VAMED Vitality World, dem österreichischen Marktführer bei Thermen- und Gesundheitsresorts. Die Zahl der Eintritte erhöhte sich 2018 auf mehr als 3,2 Millionen. Vor allem dank erfolgreicher neuer Premium-Angebote und eines starken Besucherzuwachses in der Therme Wien, Europas größter Stadttherme, hat die VAMED Vitality World ihre Marktposition weiter ausgebaut.


VAMED verstärkt Geschäftsführung in Deutschland

VAMED hat die Geschäftsführung in Deutschland um drei erfahrene Führungskräfte aus dem Gesundheits- und Dienstleistungswesen verstärkt.

Seit dem 1. März 2019 gehört Dr. med. Andrea Bronner (Bild) dem Führungsteam der VAMED in Deutschland an. Sie kommt vom Berliner Netzwerk für Gesundheit Vivantes, wo sie zuletzt das Klinikum am Friedrichshain als Geschäftsführende Direktorin leitete. In dieser Position verantwortete sie auch die erfolgreiche Realisierung eines 105 Millionen Euro umfassenden Neubauprojekts. Zuvor hatte die Medizinerin in verschiedenen leitenden Positionen für Vivantes, die Gesellschaft der Alexianerbrüder und Sana gearbeitet. Schwerpunkte ihrer Tätigkeiten waren Unternehmensentwicklung, Medizinstrategie, sektorübergreifende Versorgungstrukturen, sowie Qualitäts- und Risikomanagement.

Bereits seit dem 1. Oktober 2018 verstärkt Dirk Brouwers die Geschäftsführung von VAMED Deutschland. Der studierte Maschinenbau-Ingenieur gehörte zuvor 13 Jahre lang dem Vorstand der Dussmann Group an, zuletzt als dessen Vorsitzender. Zuvor war Dirk Brouwers Mitglied der Geschäftsführung von ThyssenKrupp Facility Services.

Ebenfalls zum 1. Oktober 2018 ist Ralf Lange in die Geschäftsführung von VAMED Deutschland berufen worden. Ralf Lange verfügt über eine Ausbildung zum Rechtsanwalt/Fachanwalt für Arbeitsrecht und arbeitete seit 2007 für die Helios-Kliniken in mehreren Führungspositionen – zunächst als Regionalleiter Personal, ab 2012 als Geschäftsführer verschiedener Gesellschaften. Zuletzt war er als alleiniger Geschäftsführer des Helios-Klinikums Emil von Behring in Berlin tätig.

Dr. Ernst Wastler, Vorstandsvorsitzender der VAMED AG, sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir drei erfahrene Persönlichkeiten aus dem Gesundheitswesen und der Dienstleistungsbranche für VAMED Deutschland gewinnen konnten. Mit ihrer Erfahrung werden wir unsere Dienstleistungen rund um die Planung, Errichtung und technische Betriebsführung von Gesundheitseinrichtungen weiter ausbauen und kontinuierlich den Bedürfnissen unserer Kunden anpassen.“

Zu den Lebensläufen der Geschäftsführung


UKSH-IT erneut als SAP-Kompetenzzentrum ausgezeichnet

Die gemeinsame IT-Servicegesellschaft des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und von VAMED ist von der SAP SE zum sechsten Mal in Folge als SAP-Kompetenzzentrum CCoE (Customer Center of Expertise) für einen Zeitraum von zwei Jahren zertifiziert worden. Das IT-Team des UKSH erreichte in den administrativen Verfahren, im Systembetrieb und im Service Management erneut die Höchstpunktzahl von 200 Punkten. Damit gehört das UKSH zu den besten zehn Prozent der zertifizierten Unternehmen weltweit.

IT des UKSH belegt Spitzenposition im internationalen Vergleich

Seit 2007 ist die IT des UKSH alle zwei Jahre erfolgreich als SAP Kompetenzzentrum zertifiziert worden. Die 2-tägige Prüfung erstreckt sich auf die fachliche und technische Anwenderunterstützung im Störungsfall, das Benutzer- und Lizenzmanagement für die eingesetzten SAP-Applikationen und die Koordination von Entwicklungsanträgen bei der SAP AG. Das Zertifikat wird an Unternehmen verliehen, die neben den erforderlichen Methoden, technischen Kenntnissen und Werkzeugen nicht zuletzt auch über effiziente Arbeitstechniken verfügen, um SAP-Systeme erfolgreich und innovativ zu betreiben. Im stetigen Fokus hierbei sind sowohl die Zufriedenheit der Endanwender, die laufenden Systemkosten und nicht zuletzt die Erschließung von Wirtschaftlichkeitsreserven zur Verbesserung des „Return-of-Invest (SAP)“.

VAMED seit 2010 IT-Partner des UKSH

Die IT des UKSH wurde im Jahr 2010 erfolgreich teilprivatisiert. Daraus resultierten zwei neue Firmen: die UKSH Gesellschaft für Informationstechnologie (GfIT) und die UKSH Gesellschaft für IT Services (UKSH ITSG). Direkt im UKSH verankert ist die Stabsstelle IT. Diese drei Organisationen nehmen alle Aufgaben für eine leistungsfähige IT im UKSH wahr. Die beiden Gesellschaften sind als Tochtergesellschaften des UKSH in Zusammenarbeit mit VAMED zuständig für die Sicherstellung des IT-Betriebes. Die Stabsstelle IT ist verantwortlich für die Koordination und Durchführung von IT-Projekten und die strategische Ausrichtung.

Mehr zum Projekt

Bild: Irina Lipp (links) und Yvone Schulz (2.v.r.) überreichen das SAP-Zertifikat an Dr. Werner Pauls (2.v.l.) und Jörg Niehaus.


Richtfest in Ludwigsfelde

Das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde hat mit allen Projektbeteiligten Richtfest für den Neubau gefeiert, der künftig die Rettungsstelle, die Radiologie sowie Bettenstationen beherbergen wird und den VAMED als Generalunternehmer errichtet. Ein halbes Jahr nach der Grundsteinlegung wurden mit dem traditionellen Richtspruch, vorgetragen von VAMED-Bauleiter Ulrich Häntschel, und dem symbolischen Einschlagen des letzten Sparrennagels die Rohbauarbeiten abgeschlossen.

Die neue Rettungsstelle im Erdgeschoss ermöglicht künftig eine moderne Form der Zusammenarbeit, durch die den Patienten schneller und effizienter geholfen werden kann. Ebenfalls im Erdgeschoss findet die Radiologie ihren Platz, die mit einem MRT, einem 16-Zeilen-CT und einem volldigitalisierten Röntgengerät ausgestattet sein wird. Der MRT wurde bereits in das Gebäude eingebracht und soll noch im Dezember – vorfristig und vor Fertigstellung des Gesamtgebäudes – in Betrieb gehen, um die langen Wartezeiten auf einen MRT-Termin in der Region zu verkürzen.

Auf den oberen drei Ebenen werden die Stationen mit insgesamt 99 Betten eingerichtet; der Einzug der Patienten ist für den Herbst 2019 vorgesehen. Die modern ausgestatteten Ein- und Zweibettzimmer mit eigenen sanitären Anlagen werden im Neubau ringförmig um den zentralen Kern des Gebäudes angeordnet. Damit ermöglicht der Neubau nicht nur eine zeitgemäße und effiziente medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten, sondern steigert zugleich die Attraktivität des Krankenhauses, das die Grund- und Regelversorgung in der südlich von Berlin gelegenen Kleinstadt sicherstellt.

 

Der Ärztliche Direktor Burkhard Schult schlägt symbolisch den letzten Nagel ein.


Biberach: Grundstein gelegt

Rund vier Monate ist es her, seit der Spatenstich am 1. März den Beginn der Baumaßnahmen auf dem künftigen Gesundheitscampus am Hauderboschen eingeläutet hat. Mit der heutigen Grundsteinlegung ging der Bau des neuen Biberacher Zentralkrankenhauses nun in die nächste Phase über. Die Sana Kliniken des Landkreises Biberach begingen den Festakt auf dem Baugrundstück gemeinsam mit Vertretern des Landkreises, der Stadt Biberach sowie den Bauverantwortlichen und rund 100 geladenen Gästen.

Seit dem Spatenstich am 1. März dieses Jahres ist viel passiert auf dem Baugrundstück am Hauderboschen. Die Aushubarbeiten sowie die Baustelleneinrichtung verliefen planmäßig, drei Krane der neusten Technik mit einer Ausladung von bis zu 60 Metern und einer Hakenhöhe von bis zu 54 Metern stehen zwischenzeitlich – der vierte wird voraussichtlich Ende Juli gestellt – und die Arbeiten am Fundament sind in vollem Gange. Die Baugrube ist gewachsen und hat über die Monate Gestalt angenommen.

Nächste Bauphase beginnt

Mit der feierlichen Grundsteinlegung am Mittwoch, den 4. Juli, wurde nun die nächste Bauphase eingeläutet. Der Rohbau wird in den nächsten Monaten Stein um Stein entstehen – die symbolischen ersten Steine wurden heute gemeinschaftlich gelegt und vermauert. Dafür ging es nach der Begrüßung durch Geschäftsführerin Beate Jörißen sowie Grußworten von Landrat Dr. Heiko Schmid, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Jan Stanslowski und VAMED-Geschäftsführer Gert Glawar zur zeremoniellen Grundsteinlegung in die Baugrube.

Hier wurde die Zeitkapsel zunächst mit traditionellen Gegenständen befüllt, die den nachfolgenden Generationen einen Einblick in das Bauprojekt vermitteln und einige zeitgeschichtliche Spuren hinterlassen sollen. Nach der anschließenden Segnung durch die Klinikseelsorger Johannes Walter und Albrecht Schmieg wurde die Kapsel gemeinschaftlich vermauert und dem Bauvorhaben abschließend durch die obligatorischen Hammerschläge weiterhin Glück und Erfolg mit auf den Weg gegeben.

„Solides Fundament für neue medizinische Maßstäbe“

Für Bauherrin Beate Jörißen eine besondere Zeremonie, deren Bedeutung weit über den eigentlichen Baubeginn hinausgeht, den sie markiert: „Sinnbildlich veranschaulichen diese Steine vielmehr ein solides Fundament für neue medizinische Maßstäbe, die wir für den Landkreis Biberach setzen werden. Für unsere Patientinnen und Patienten und nicht zuletzt für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das eigentliche Fundament darstellen, auf das wir tagtäglich bauen“, so die Geschäftsführerin in ihrer Begrüßungsansprache.

Ein solches Großprojekt kann dabei nur gemeinschaftlich mit einer Vielzahl an internen und externen Wegbegleitern zum Erfolg gebracht werden. Der reibungslose und partnerschaftliche Ablauf ist dabei keine Selbstverständlichkeit. „Mein aufrichtiger Dank gilt daher auch heute denjenigen, die mit uns den bisherigen Weg voller kleiner und großer Meilensteine geebnet haben und die mit uns den Weg auch weiterhin bis zur planmäßigen Inbetriebnahme des neuen Klinikums Mitte 2020 gehen werden.“

Sana-Geschäftsführerin Beate Jörißen, Aufsichtsratsvorsitzender Jan Stanslowski, Landrat Dr. Heiko Schmid, Oberbürgermeister Norbert Zeidler und VAMED-Geschäftsführer Gert Glawar (v.l.n.r.) legen den Grundstein für das neue Sana Klinikum am Biberacher Hauderboschen

„Einer der bedeutendsten Krankenhausbauten von Sana“

„In Biberach entsteht aktuell einer der bedeutendsten Krankenhausbauten der Sana Kliniken“, so Aufsichtsratsvorsitzender Jan Stanslowski. „Mit der heutigen Grundsteinlegung wird das neue Zentralkrankenhaus für den Landkreis Biberach nun gegenständlich. Ich freue mich, gemeinsam mit unseren Patienten und Mitarbeitern, auf ein Krankenhaus der kurzen Wege und der vernetzten Strukturen, auf innovative Konzepte sowie auf maximalen Komfort und attraktive Arbeitsbedingungen. Gemeinsam werden wir das Klinikum nach Fertigstellung mit medizinischer, pflegerischer sowie therapeutischer Kompetenz und Fürsorge betreiben.“

„Es entsteht wirklich etwas Großes“

Auch Landrat Dr. Heiko Schmid geht in seinem Grußwort auf die Bedeutung des Bauprojektes ein: „Auf dem neuen Gesundheitscampus entsteht wirklich etwas Großes. Insofern ist es ein guter Tag für die Stadt Biberach, ein sehr guter Tag für die Menschen im Landkreis Biberach und für die Sana, die in diesem neuen Krankenhaus die modernste medizinische Versorgung anbieten wird. Dem Bauverlauf wünsche ich weiterhin alles Gute und vor allen Dingen Unfallfreiheit.“

„Mit der Grundsteinlegung macht die Sana Klinik einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer modernen und erstklassigen Klinik“, so Oberbürgermeister Norbert Zeidler. „Als Stadt Biberach freuen wir uns außerordentlich, dass der Bau wie geplant voranschreitet und unsere Bürgerinnen und Bürger schon bald in hervorragender klinischer Infrastruktur versorgt werden können. Den weiteren Bauverlauf werden wir wie bisher unterstützend begleiten.“

„Partnerschaftlich auf diesen Meilenstein hingearbeitet“

„Auf die Grundsteinlegung für das neue Zentralkrankenhaus in Biberach haben wir uns besonders gefreut, weil wir mit allen Projektbeteiligten intensiv und partnerschaftlich auf diesen Meilenstein hingearbeitet haben“, sagt VAMED-Geschäftsführer Gert Glawar. „Wir werden auch weiterhin unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Planung und Errichtung von rund 850 Gesundheitseinrichtungen auf fünf Kontinenten einbringen, um den Neubau zügig zum vereinbarten Termin und in hoher Qualität fertigzustellen. Unser Anspruch ist ein modernes Krankenhaus für Biberach, das den Patienten den Aufenthalt so angenehm wie möglich macht und den Ärzten sowie Pflegekräften ein hochprofessionelles Arbeitsumfeld bietet.“

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Weiterführende Informationen: Zahlen – Daten – Fakten

Der fünfgeschossige Neubau wird eine Gesamtkubatur von rund 140.000 m³ sowie eine Gesamtnutzungsfläche von 16.800 m² haben. Alleine für die sieben Operationssäle sind 1.100 m² eingeplant. Standard werden 2-Bett-Zimmer mit eigenem Bad, Toilette, TV und WLAN sein; darüber hinaus wird es eine Wahlleistungsstation mit Einzelzimmern geben. Je nach Entwicklung der Belegungszahlen können die vorgesehenen 370 auf bis zu 410 Betten aufgestockt werden. Das Investitionsvolumen für das Projekt beläuft sich auf circa 100 Millionen Euro, rund 60 Millionen Euro an Fördermitteln steuert das Land Baden-Württemberg bei.

Den offiziellen Förderbescheid bekamen Geschäftsführerin Beate Jörißen und Sana-Regionalgeschäftsführer Andreas Ruland am 25. Juni 2018 persönlich von Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha im Biberacher Sana Klinikum überreicht.

Generalübernehmer und damit für den Bau gesamtverantwortliches Unternehmen ist die VAMED Health Project GmbH. Die aktuellen Rohbauarbeiten umfassen rund 16.000 m³ Stahlbeton und circa 31.500 m² Deckenfläche, einschließlich der Bodenplatte. Diese wird als wasserdichte Stahlbetonkonstruktion errichtet. Planmäßig werden die Bodenplatte sowie rund 30 Prozent der aufgehenden Wände und Pfeiler in den nächsten sechs bis acht Wochen fertiggestellt.

Die Technikzentralen werden dann in einzelnen Bereichen um rund 1,40 Meter gegenüber dem Untergeschoss abgesenkt. Für die spätere Installation von Medienleitungen für Wärme, Wasser und medizinische Gase werden unterhalb der Bodenplatte sogenannte Kollektorgänge angeordnet. Ebenfalls unterhalb der Bodenplatten werden die Grundleitungen für die Abwasser- und Regenwasserabführung liegen – für das Klinikum ist ein konsequentes Trennsystem geplant.

Des Weiteren war aufgrund des örtlichen Baugrunds in den vergangenen Monaten eine Tiefgründung erforderlich. Dafür wurden an circa 200 Stellen sogenannte Betonplomben bis auf den tragfähigen Boden in einer Tiefe von 5,5 Metern unterhalb der Bodenplatte geführt. Allein dafür wurden rund 3.000 m³ Beton verbaut; dies entspricht rund 500 Betonmischfahrzeugen. Bei den Aushubarbeiten wurde punktuell außerdem Fels, ein sogenannter Nagelfluh, vorgefunden, der mit einem speziellen Meißelbagger abgetragen werden musste.


VAMED übernimmt Rehakliniken von HELIOS

Fresenius ordnet das stationäre Reha-Geschäft im Konzern neu und schafft damit die Voraussetzungen für weiteres Wachstum von Fresenius Helios und Fresenius Vamed. Zum 1. Juli 2018 werden 38 Gesundheitseinrichtungen und 13 Service-Gesellschaften in Deutschland mit Schwerpunkt auf stationärer Rehabilitation und Pflege von Fresenius Helios auf Fresenius Vamed übertragen. Damit stärkt Fresenius Vamed seine Position als ein führender Anbieter der Post-Akutversorgung in Europa. Fresenius Helios konzentriert sich künftig noch stärker auf das Akut-Klinikgeschäft und dessen weitere Internationalisierung.

Das Transaktionsvolumen beträgt 485 Mio €, inklusive der Übernahme von Netto-Finanzverbindlichkeiten von 15 Mio €. Die Finanzierung erfolgt konzernintern. Das zu übertragende stationäre Reha-Geschäft wird im Jahr 2018 voraussichtlich einen Umsatz von rund 460 Mio € und einen EBIT von rund 37 Mio € erzielen.

Im Zuge der Transaktion übernimmt Fresenius Vamed auch die rund 7.700 Mitarbeiter dieses Bereichs.

Mit Blick auf ihre jeweiligen Kernkompetenzen werden die beiden Unternehmensbereiche ihre in Deutschland und Spanien bereits erfolgreich erprobte Kooperation weiter intensivieren.

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Die Reha ist und bleibt für Fresenius ein wichtiger Teil der Behandlung unserer Patienten. Unsere große Kompetenz auf diesem Gebiet bündeln wir nun bei Fresenius Vamed und schaffen so die Plattform für weiteres internationales Wachstum. Gleichzeitig schärfen wir das Wachstumsprofil von Fresenius Helios mit einer noch klareren Ausrichtung auf die Akutversorgung von Patienten. Und darüber hinaus ebnen wir den Weg für eine intensivere Zusammenarbeit beider Unternehmensbereiche zum Wohle unserer Patienten.“

Fresenius Vamed ist bereits heute ein führender Reha-Anbieter in Österreich, der Schweiz und Tschechien und ist seit 2017 auch in Großbritannien in diesem Bereich aktiv. Künftig verfügt Fresenius Vamed über insgesamt 63 stationäre Gesundheitseinrichtungen in fünf europäischen Märkten.

Fresenius Helios bleibt auch nach der Übertragung des stationären Reha-Geschäfts auf Fresenius Vamed der größte private Krankenhausbetreiber Europas mit insgesamt 137 Krankenhäusern und rund 100.000 Mitarbeitern in Deutschland und Spanien. Zum strategischen Fokus gehören auch weiterhin neben Akut-Kliniken die akut-nahe ambulante Versorgung inklusive Prävention sowie die nicht-stationäre Nachsorge.


Grundsteinlegung in Ludwigsfelde

Heute ist der Grundstein für den Chirurgie-Neubau des Evangelischen Krankenhauses Ludwigsfelde-Teltow gelegt worden. Bevor die sogenannte Zeitkapsel mit Urkunde, Tageszeitungen und Münzen feierlich versenkt und vermauert wurde, sprachen die Landrätin des Landkreises Teltow-Fläming, Kornelia Wehlan, der Bürgermeister der Stadt Ludwigsfelde, Andreas Igel, Ludwigsfeldes Pfarrer Bernd Dechant sowie der Kuratoriumsvorsitzende des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin, Christoph W. Stange, Grußworte.

Der Neubau an der Südwestseite des Krankenhauses wird auf drei Ebenen Platz für insgesamt 99 Betten bieten. Er ist notwendig, da das in den 1980er-Jahren errichtete chirurgische Bettenhaus nicht mehr den Erfordernissen eines modernen Krankenhauses entspricht. Zudem wird der Neubau künftig die Rettungsstelle und die Radiologie mit MRT beherbergen. Während der MRT schon im Herbst dieses Jahres den Betrieb im Neubau aufnehmen soll, ist der Einzug der Patienten für den Sommer 2019 vorgesehen.

Die modern ausgestatteten Ein- und Zweibettzimmer mit eigenen sanitären Anlagen werden im Neubau ringförmig um den zentralen Kern des Gebäudes angeordnet sein. Damit ermöglicht der Neubau nicht nur eine zeitgemäße und effiziente medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten, sondern steigert zugleich die Attraktivität des Krankenhauses.

Die Baukosten werden 16,25 Millionen Euro betragen. Ihre Finanzierung erfolgt größtenteils über ein Darlehen. Entworfen wurde der Neubau vom Architekturbüro AEP Architekten Eggert Generalplaner GmbH. Die Arbeiten erfolgen unter Federführung des Generalübernehmers VAMED Health Project GmbH, der den Neubau schlüsselfertig übergeben wird. Der Umbauaufwand in den bestehenden Gebäuden wird durch Lage und Konzeption des Neubaus so gering wie möglich gehalten.

Pressebericht Märkische Allgemeine