Kategorie: News

Öhringen: drittes Fest in neun Monaten

Am 24. März war der Spatenstich, am 15. Juli die Grundsteinlegung und am 21. Dezember wurde in Öhringen das Richtfest für das neue Hohenloher Krankenhaus gefeiert. In nur neun Monaten errichtete VAMED neben dem bisherigen Krankenhaus den vierstöckigen Rohbau das neue 205-Betten-Haus. Rund zwei Jahre sind nun für den Innenausbau geplant. Mit dem modernen Neubau soll die hochwertige medizinisch-pflegerische Versorgung der Menschen im Hohenlohekreis auch in Zukunft wohnortnah sichergestellt werden.

Thomas Wigant, Regionalleiter der BBT-Gruppe, zu der das Hohenloher Krankenhaus mehrheitlich gehört, dankte in seiner Begrüßung allen am Bau des neuen Krankenhauses beteiligten Firmen. „Es ist beeindruckend, wie schnell der Rohbau in den vergangenen Monaten emporgewachsen ist. Spatenstich, Grundsteinlegung und Richtfest in weniger als einem Jahr, das ist rekordverdächtig. Und dies trotz Lieferengpässen in der Baubranche und den damit verbundenen Problemen.“ Dies zeige die hohe Professionalität der beteiligten Firmen und ihrer Mitarbeiter. „Ihnen allen für ihren besonderen Einsatz und ihre zuverlässige Arbeit ganz herzlichen Dank.“

Dem Menschen zugewandte Medizin

Der weitere Baufortschritt werde sich nun vor allem im Inneren abspielen. „Wir wollen mit diesem Neubau den baulichen Rahmen für eine moderne, dem Menschen zugewandte medizinisch-pflegerische Versorgung schaffen. Deshalb soll der Patient mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt aller Prozesse stehen. Moderne Medizintechnik, Digitalisierung und intelligente Raumnutzung sollen der guten Behandlung der kranken Menschen dienen und zugleich schaffen wir gute Arbeitsbedingungen für unsere Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger sowie alle Mitarbeitenden“, so Wigant. Er hoffe nun für die kommenden zwei Jahre auf einen weiterhin unfallfreien Verlauf der Bauarbeiten.

OB Michler dankt für die gute Zusammenarbeit

Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler dankte in seiner Ansprache allen Projektbeteiligten, den Bauleuten, den Fachbereichen des Landratsamtes des Hohenlohekreises, den Bauingenieure sowie Planern des Krankenhausneubaus für die gute Zusammenarbeit. Sein besonderer Dank ging auch an alle beteiligten Baufirmen.

VAMED-Geschäftsführer Rauch sieht in Öhringen gute Bedingungen

Dass das Krankenhausneubau in Öhringen vielerlei Unterstützung erfährt, unterstrich auch VAMED-Geschäftsführer Alexander Rauch. „Man merkt, dass für den Neubau des Hohenloher Krankenhauses in Öhringen alle Beteiligten an einem Strang ziehen“. VAMED errichtet den Neubau gemeinsam mit der BBT-Gruppe im so genannten Partnering-Verfahren. Rauch dankte der BBT-Gruppe, den Behörden der Stadt Öhringen sowie allen weiteren Projektbeteiligte für die gute Zusammenarbeit. Er hoffe nun, dass die Baustelle weiterhin von schweren Unfällen verschont bleibe.

Nach dem traditionellen Richtspruch – gesprochen aus luftiger Höhe von dem Polier der Baufirma Züblin, Günter Lorke – wurde der Richtkranz mit dem Kran auf das Dach des Rohbaus gehoben.


Kiel: Neubau der HNO gestartet

Mit einem symbolischen Abriss der alten Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde hat die Entstehung eines neuen interdisziplinären Kopfzentrums am UKSH Campus Kiel begonnen. Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Scholz, CEO des UKSH, löste mit einem Bagger erste Betonteile aus dem Gebäude.

Die folgenden Abrissarbeiten starten Anfang 2023, voraussichtlicher Baubeginn für den Neubau ist 2024, die Fertigstellung ist für 2027 geplant.

„Unser Ziel ist die Errichtung eines kompakten Neubaus, der die Disziplinen Augen-, HNO- und Zahn-Mund-Kieferheilkunde in einem Kopfzentrum vereint. Von diesem interdisziplinären Ansatz werden unsere Patientinnen und Patienten profitieren.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Scholz.

Die kurzen Wege zwischen den drei Kliniken schaffen Synergien bei der interdisziplinären Behandlung von Patientinnen und Patienten. Im gemeinsamen OP-Bereich mit den gemeinsamen Aufnahme- und Aufwachzonen werden verschiedene hochtechnisierte Laser- und Navigationssysteme sowie teilweise Operationsroboter eingesetzt, die die Behandlung der Patienten auf höchstem Niveau ermöglichen. Der Grundriss des Neubaus ermöglicht darüber hinaus eine gemeinsame Nutzung der zahnmedizinischen Röntgenabteilung.

Sanierung des Altbaus mangels Tragfähigkeit nicht möglich

Eine ursprünglich geplante Sanierung des Gebäudes konnte aufgrund der fehlenden Tragfähigkeit des Fundaments nicht realisiert werden. Nach Prüfung durch die Denkmalschutzbehörde und in enger Abstimmung mit der Stadt Kiel wurden die Pläne für den Neubau erarbeitet. Mit rund 80 Millionen Euro Kosten ist die Baumaßnahme kostengünstiger als die ursprünglich geplante Sanierung.

In dem neuen Gebäudekomplex werden einige der bestehenden Elemente, wie eine große Bleiglasscheibe, wieder eingebaut. Ebenso wird die bisherige Struktur erhalten – nur moderner. Zu dem HNO-Altbau gehört auch ein ebenfalls denkmalgeschützter Gartenpavillon. Sowohl das Bauamt als auch die Denkmalschutzbehörde haben auch dem Versetzen des historischen Pavillons zugestimmt. So entsteht Raum für eine Bruttogeschossfläche von 18. 500 Quadratmetern für die drei Kliniken.

Gemeinsam mit Winfried Weiss (l.), Projektleitung/Technische Leitung ARGE UKSH (ZECH Hochbau / VAMED ) und Till Ebinger (r.), Geschäftsführer IP UKSH, gab Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Scholz den Startschuss für die Entstehung eines neuen interdisziplinären Kopfzentrums am UKSH, Campus Kiel.

Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Scholz löst die ersten Betonteile aus der alten HNO (kleines Bild oben links).


Köln: Grundstein für Prosektur-Neubau gelegt

Auf dem Campus der Uniklinik Köln haben Vertreter des Bauherrn und der Landesregierung den Grundstein für den Neubau der Prosektur gelegt, der von VAMED geplant und realisiert wird. Die Planung des hochkomplexen Gebäudes für die anatomische Forschung und Lehre erfolgt komplett digital nach der BIM-Methodik.

Der Neubau soll Ende 2024 fertig werden. Er ersetzt Gebäude aus den 1960er Jahren und wird mit modernster Technik ausgestattet. Auf den fünf Ebenen gibt es unter anderem zwei Präparationssäle und einen Histologiesaal mit 150 Mikroskopierplätzen. Dort werden pro Semester über 250 Studierende der Humanmedizin, der Zahnmedizin wie auch der Neurowissenschaften an den menschlichen Körper und seine Funktionsweise herangeführt.

In den ersten beiden Semestern ihres Studiums lernen sie im Kurs der Mikroskopischen Anatomie (Histologiekurs) mit Hilfe von Gewebeschnitten am Mikroskop den zellulären Aufbau der Gewebe und der Organe kennen. Im Kurs der Makroskopischen Anatomie (Präparierkurs) erfahren sie die größeren Strukturen des Körpers wie Skelett, Muskulatur, Blutgefäße und Nervenbahnen.

Das Gebäude dient jedoch nicht nur dem studentischen Unterricht, sondern ermöglicht auch wissenschaftliche Forschung, die das Zentrum Anatomie in enger Zusammenarbeit mit den Kliniken – vor allen den chirurgischen Fächern – betreibt.

Das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund finanzieren die Kosten von rund 76 Millionen Euro jeweils zur Hälfte.

 

„Der Prosektur-Neubau ist ein Meilenstein für die Verbesserung der Lehre an der Uniklinik Köln. Medizinstudentinnen und -studenten lernen hier die Grundlagen für ihren Arztberuf, etwa die Rolle von Organ- und Gewebsveränderungen bei der Entstehung von Krankheiten. Durch die konsequente Beschleunigung von Planung, Genehmigung und Bau setzen wir uns als Landesregierung dafür ein, dass wir mit dem Neubau schnell vorankommen.“

Ina Brandes, Wissenschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

„Mit dem Neubau der Prosektur steht uns zukünftig eine der modernsten Einrichtungen ihrer Art in Europa zur Verfügung, die es erlaubt, dann auch ganzjährig Präparier-Kurse in der Anatomie abzuhalten. Das bedeutet für die Studierenden und Lehrenden eine signifikante Verbesserung der Lehre durch räumliche und zeitliche Entzerrung und eine optimierte Infrastruktur für Unterricht und Wissenschaft.“

Univ.-Prof. Dr. Gereon R. Fink, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln und Vorstandsmitglied der Uniklinik Köln

(v.l.) Prof. Dr. Martin Scaal, Prof. Dr. Andreas Wodarz, Prof. Dr. Edgar Schömig, Ministerin Ina Brandes, Prof. Dr. Gereon R. Fink und Frederike Hofmann, Foto: Christian Wittke/Uniklinik Köln


INSTRUCLEAN gewinnt GS1 Healthcare Award

Für die innovative Verknüpfung von Daten aus der Sterilgut-Aufbereitung mit dem Krankenhausinformationssystem (KIS) hat die VAMED-Tochtergesellschaft INSTRUCLEAN den GS1 Healthcare Award 2022 erhalten – gemeinsam mit dem Kunden Evangelisches Klinikum Niederrhein und dem KIS-Anbieter Dedalus.

Aufbereitungs-Software mit KIS verknüpft

Die unterschiedlichen Softwaresysteme der Kliniken und von INSTRUCLEAN wurden mit Hilfe von GS1-Standards synchronisiert und ein gemeinsamer Datenpool für eine neue automatisierte Dokumentation der kompletten Sterilgut-Aufbereitung geschaffen. Die GTIN – Global Trade Item Number – ist das verbindende Element zwischen der Klinik und der externen AEMP. Jedes Sterilgut kann jetzt durch eine GTIN gekennzeichnet und mit Angaben etwa zum Produktionsdatum, zur Sterilität und Haltbarkeit verknüpft werden.

Medizinprodukte mittels Barcode eindeutig nachverfolgbar

Mittels GS1-Barcode-Etiketten lässt sich jedes Sieb im Sterilgut-Kreislauf eindeutig nachverfolgen, termingerecht planen und automatisiert erfassen – auch in der elektronischen Patientenakte. Der Erfolg basiert auf exakten Stammdaten für reibungslose Prozesse. Die Sterilgut-Produkte sind eindeutig identifizierbar und bei Rückrufen schnell zu ermitteln – für eine sichere Patientenversorgung.

Patientensicherheit erhöht und Prozesse optimiert

Mit dem GS1 Healthcare Award werden Leistungen ausgezeichnet, die dank kollaborativer Tatkraft zwischen medizinischen Leistungserbringern und Industrie zu einer erhöhten Patientensicherheit und effizienteren Prozessgestaltung führen.

Weitere Informationen unter www.gs1-healthcareaward.de.


Ansbach: Neue AEMP fertiggestellt Ansbach: Neue AEMP fertiggestellt

Nach einer Bauzeit von rund eineinhalb Jahren haben die VAMED-Tochtergesellschaft INSTRUCLEAN und der Klinikverbund ANregiomed vergangene Woche auf dem Gelände des Klinikums Ansbach die Fertigstellung der neuen Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) gefeiert. ANregiomed führt dort die Sterilgutversorgung für die Standorte Ansbach, Dinkelsbühl, Rothenburg und die Praxisklinik Feuchtwangen in einem neuen Betrieb nach modernstem Stand der Technik zusammen.

Betrieb soll Ende August beginnen

Um den komplexen Bereich der Sterilgutversorgung zukünftig technisch und organisatorisch auf einem sehr hohen Niveau zu gewährleisten, hatte ANregiomed nach einer umfangreichen Ausschreibungsphase im Jahr 2019 INSTRUCLEAN als Industriepartner mit ins Boot genommen. Gemeinsam gründeten beide die ANregiomed INSTRUCLEAN Service GmbH (ANIS), die bereits den Betrieb der bestehenden Einheiten übernahm. Damit soll ein möglichst reibungsloser Wechsel in den neuen Zentralbetrieb ermöglicht werden, der Ende August abgeschlossen sein soll.

Steigender Kapazitätsbedarf bereits berücksichtigt

Mit dem Bau des Gebäudes auf dem Gelände im südöstlichen Bereich des Klinikums hatte die Sparte Planung und Errichtung von VAMED bereits kurz nach Erteilung der Baugenehmigung im November 2020 begonnen. Die neue AEMP wird zunächst eine Kapazität von etwa 45.000 STE (Sterilguteinheiten) pro Jahr haben – genug, um sämtliche Einrichtungen des ANregiomed-Verbundes zu versorgen. Durch eine Erweiterung der Medizintechnik lässt sich die Kapazität bei steigendem Bedarf auf 70.000 STE erhöhen.

Viel Platz für Mitarbeiter und Technik

Das Gebäude besteht aus einem Erdgeschoss und einem Teilobergeschoss. Damit stehen auf der Grundfläche von rund 780 Quadratmetern Arbeitsflächen von etwa 1.120 Quadratmetern zur Verfügung. Im Erdgeschoss erfolgen An- und Auslieferung, Reinigung, Desinfektion, Verpacken und Sterilisation der Medizinprodukte. Außerdem befinden sich dort der Aufenthaltsraum und die Umkleiden der Mitarbeiter. Der Produktionsbereich ist wegen des hohen Technikanteils größtenteils doppelgeschossig. Im Obergeschoss sind Büros, Besprechungsraum, Sekretariat, das Facility Management und die Technik untergebracht.

Nachhaltig gebaut

Das Gebäude wurde in sogenannter Hybridbauweise errichtet. Dabei kamen Betonfertigteile, Halbfertigteile aus Beton sowie Holz zum Einsatz. Eine wärmegedämmte Putzfassade sorgt mit unterschiedlichen Putzmustern für einen strukturierten Außeneindruck.

Erstes Bild: INSTRUCLEAN-Geschäftsführer Klaus Sellinghoff (Mitte) führt eine Besuchergruppe um Landrat Dr. Jürgen Ludwig (rechts) und ANregiomed-Vorstand Dr. Gerhard M. Sontheimer durch die neue Anlage.


Grundsteinlegung in Öhringen

Nur gut drei Monate nach dem Spatenstich haben das Hohenloher Krankenhaus und VAMED Mitte Juli den Grundstein für das neue Krankenhaus in Öhringen gelegt.

Andreas Latz, Geschäftsführer der BBT-Gruppe, dem Mehrheitsgesellschafter des Hohenloher Krankenhauses, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der Grundsteinlegung. „Angesichts der aktuellen Entwicklungen wird der komplette Neubau eines Krankenhauses in den kommenden Jahren wahrscheinlich eine seltene Ausnahme bleiben.“ In Öhringen sei dies dank der sehr guten Partnerschaften möglich. „Der Grundstein aus Beton, der heute gesetzt wird, steht für den Grundstein aus verlässlichen Partnerschaften, auf dem der Neubau des Hohenloher Krankenhauses fußt“, so Latz. Dazu gehöre die Partnerschaft mit den Verantwortlichen aus dem Hohenlohekreis und der Stadt Öhringen sowie dem Land Baden-Württemberg genauso wie die Partnerschaft mit VAMED als Generalübernehmer .

Zeichen der Zuversicht

Er dankte allen Partnern für verlässliche Absprachen, die vertrauensvolle Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt. Gemeinsam könne man die Aufgabe erfüllen, für die wohnortnahe medizinisch-pflegerische Versorgung der Menschen in Hohenlohe da zu sein. Latz: „Der Neubau des Hohenloher Krankenhaus setzt ein deutliches Zeichen der Hoffnung, der Zuversicht und des Vertrauens in eine gute Zukunft für die Menschen in Hohenlohe.“ Jürgen Ehmann, Betriebsratsvorsitzender des Hohenloher Krankenhauses fasste die guten Wünsche der Mitarbeitenden für den Neubau zusammen: „Wir freuen uns auf unser neues Krankenhaus“, betonte er.

Breites Leistungsspektrum

Das neue Hohenloher Krankenhaus mit 205 Betten sichert mit seinem medizinischen Behandlungsspektrum die Grund- und Regelversorgung in den Fachbereichen der Chirurgie und Inneren Medizin und wird darüber hinaus mit zusätzlichen spezialisierten Versorgungsangeboten ein breites medizinisches Leistungsprofil abdecken. Dazu gehören etwa die Geburtshilfe, die Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen u.a. im modernen Herzkatheterlabor, die Behandlung von Schlaganfallpatienten in der zertifizierten Stroke Unit, die moderne Endoprothetik bei Gelenkerkrankungen sowie die hohe diagnostische und therapeutische Kompetenz bei Magen- und Darmerkrankungen und natürlich die rasche Notfallversorgung in einem interdisziplinären Notfallzentrum.

Fertigstellung für Anfang 2025 geplant

Das Gebäude wird aus einem rechteckigen Kubus bestehen, der sich um zwei Lichthöfe im Inneren gruppiert und so Tageslicht in allen Patientenzimmern sowie in den Therapie- und Aufenthaltsräumen ermöglicht. Es erstreckt sich über insgesamt vier Stockwerke sowie ein Kellergeschoss für Funktionsräume und Technik. Die Baukosten für den Neubau des Hohenloher Krankenhauses betragen rund 100 Millionen Euro, die sich das Land Baden-Württemberg und der Hohenlohekreis teilen. Der Spatenstich für den Neubau fand am 24. März 2022 statt, die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2025 geplant.

Erstes Bild: Landrat Dr. Matthias Neth und BBT-Geschäftsführer Andreas Latz legen die Zeitkapsel in den Grundstein.


Hervorragendes Ergebnis 2021

Die VAMED, führender internationaler Gesundheitsdienstleister mit Sitz in Wien, hat 2021 mit einem Auftragsschub und einem hervorragenden Ergebnis die wirtschaftliche Basis für weiteres Wachstum gelegt. Großaufträge zur Errichtung neuer Krankenhäuser erhielt die VAMED unter anderem aus Österreich, Deutschland, Ländern Afrikas und aus Papua-Neuguinea. Die Zahl der VAMED Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist um rund 1.000 Beschäftigte auf mehr als 24.000 gestiegen.

  • Auftragsbestand mit 3,5 Mrd. Euro (+ 14 %) und Umsatz mit 2,3 Mrd. Euro
    (+ 11 %) 2021 auf neuem Rekordniveau – EBIT mit 101 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht
  • Zahlreiche Neuaufträge im Projekt- und High-End-Dienstleistungsgeschäft – von Österreich bis Papua-Neuguinea
  • Ausbau der führenden Marktposition in der Post-Akut-Versorgung in Europa
  • SMAPP – For Global Health: VAMED bringt mit neuer digitaler Gesundheitsplattform hochqualitative Gesundheitsversorgung in entlegene Regionen der Welt

Auftragsbestand auf Rekordniveau – hervorragendes Jahresergebnis 2021

Der Umsatz der VAMED stieg im vergangenen Jahr auf 2,3 Mrd. Euro (+ 11 %) und lag damit noch einmal rund 100 Mio. Euro über dem bisherigen Höchstwert 2019. Der Auftragsbestand der VAMED lag 2021 bei 3,5 Mrd. Euro (+ 14 %), der Auftragseingang stieg auf 1,3 Mrd. Euro
(+ 28 %) an. Das EBITDA betrug 191 Mio. Euro (+ 68 %), das EBIT konnte – trotz herausfordernder Rahmenbedingungen – mit 101 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht werden.

Dr. Ernst Wastler, Vorsitzender des Vorstandes der VAMED AG (Foto): „Die weltweite COVID-19-Pandemie war für die Gesundheitsbranche auch 2021 eine große Herausforderung. Die VAMED hat dennoch weltweit Gesundheitseinrichtungen unterbrechungsfrei verfügbar gehalten und so wesentlich zur medizinischen Versorgungssicherheit beigetragen. Trotz anhaltender Beeinträchtigungen – speziell im Projektgeschäft und in der Gesamtbetriebsführung – konnten wir 2021 ein hervorragendes Jahresergebnis erzielen und den Grundstein für unser weiteres Wachstum legen“.

Zahlreiche Neuaufträge im Projekt- und High-End-Dienstleistungsgeschäft – von Österreich bis Papua-Neuguinea

In Österreich hat die VAMED 2021 den Zuschlag als Totalunternehmer für die Errichtung des neuen Landesklinikums Wiener Neustadt erhalten. In Deutschland erhielt die VAMED unter anderem den Auftrag zur schlüsselfertigen Errichtung eines Krankenhauses mit rund 200 Betten in Öhringen nahe Stuttgart. Weitere VAMED-Neuaufträge sind die Errichtung von drei Krankenhäusern in Angola, die Modernisierung und Neugestaltung von 20 Geburtskliniken in Kenia und die Errichtung eines Allgemeinen Krankenhauses in Papua-Neuguinea.

Das Dienstleistungsgeschäft der VAMED hat in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Ein Trend, der sich auch 2021 fortgesetzt hat. Eine zentrale Rolle nimmt hier der High-End-Dienstleistungsbereich ein, der einen wesentlichen Beitrag zur durchgängigen Verfügbarkeit von Gesundheitseinrichtungen und damit zur medizinischen Versorgungssicherheit leistet. In diesen Bereich fallen unter anderem die gesamte Bewirtschaftung der Medizintechnik, die ganze Krankenhaus-Betriebstechnik, sowie die IT-Entwicklung/-Ausstattung und die Sterilgutaufbereitung. Hier konnten 2021 Aufträge nicht nur verlängert, sondern auch zahlreiche Neuaufträge gewonnen werden – zum Beispiel in Italien und Spanien. In Großbritannien wurde die VAMED 2021 damit beauftragt, für das University Hospital Southampton eine neue Aufbereitungsanlage für Medizinprodukte zu errichten und zu betreiben.

Ausbau der führenden Marktposition in der Post-Akut-Versorgung in Europa

Die VAMED betreibt weltweit rund 100 Gesundheitseinrichtungen im Akut- sowie Post-Akutbereich und hält eine Spitzenposition im Bereich der privaten Rehabilitationsanbieter in Europa, welche 2021 weiter ausgebaut werden konnte. In Österreich wurde das ambulante Reha-Angebot mit der Eröffnung von zwei neuen Standorten in Eisenstadt und in Wörgl erweitert. In der Schweiz ging ein ambulantes Angebot am Flughafen Zürich in Betrieb. Im Bereich der stationären Rehabilitation gab es Erweiterungen bei Einrichtungen in Oberndorf bei Salzburg, im Montafon und in Gars am Kamp. In Deutschland hat die erste VAMED-Campus-Reha (Kombination eines Akutkrankenhauses mit einer Rehaklinik an einem Standort) in Bleicherode in Thüringen ihren Betrieb aufgenommen. Im ersten Quartal 2022 konnte mit dem Erwerb einer Einrichtung in Großbritannien und einer ambulanten Rehabilitationseinrichtung in Deutschland erneut ein Wachstumsschub im Reha-Bereich erzielt werden.

Neue digitale Gesundheitsplattform: SMAPP – For Global Health

Im Bereich der Digitalisierung hat die VAMED 2021 ein besonders zukunftsweisendes und innovatives Produkt entwickelt: SMAPP – Smart Health Posts+App. Mit SMAPP bringt die VAMED Gesundheitsversorgung in Regionen, in denen es diese bisher nur eingeschränkt gibt. SMAPP ist eine intelligente Kombination aus medizinischen Leistungen, die physisch in Smart Health Posts direkt vor Ort angeboten werden, und einer App, die den Zugriff auf ein umfangreiches telemedizinisches Angebot ermöglicht. Dabei sorgen ein qualifiziertes Gesundheitspersonal oder „Community Health Workers“ vor Ort für eine umfangreiche medizinische Grundversorgung. Die telemedizinische Gesundheitsplattform ermöglicht Konsultationen mit Ärztinnen und Ärzten regionaler Krankenhäuser beziehungsweise mit Spezialisten internationaler Universitätskliniken, die Teil des weltweiten VAMED-Netzwerkes sind. Damit bringt die VAMED hochqualitative medizinische Versorgung dorthin, wo sie dringend benötigt wird.

2021 wurden bereits die ersten SMAPPs beauftragt: Insgesamt 50 Smart Health Posts+App werden in Zukunft die Gesundheitsversorgung der Menschen in Ghana wesentlich verbessern.

Mehr als 1.000 Gesundheitsprojekte realisiert – weltweite Präsenz weiter ausgebaut

Auch die globale Präsenz der VAMED konnte 2021 weiter ausgebaut werden, so dass das Unternehmen nun in 98 Ländern und auf fünf Kontinenten der Welt tätig ist. 2021 wurden insgesamt drei neue Märkte erschlossen. Weltweit hat die VAMED mittlerweile mehr als 1.000 Gesundheitsprojekte realisiert – vom AKH Wien bis zum neuen E-Health-System für Tonga.


Oberhausen: Start für Klinik-Erweiterung Oberhausen: Start für Klinik-Erweiterung

Die ersten Spatenstiche sind getan – und damit der Startschuss für die Erweiterung der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen gefallen. Neben Oberbürgermeister Daniel Schranz und Klinikgeschäftsführerin Anna Berrischen packten auch Pflegedirektor Christoph Wilde und VAMED-Architekt Jörg Feldmann mit an. Sie feierten den Beginn der Bauarbeiten im Süden Oberhausen.

Oberbürgermeister Daniel Schranz zeigte sich erfreut von den Investitionen, die Helios mit den Bauprojekten in den Gesundheitsstandort Oberhausen tätigt und das damit verbundene Bekenntnis zur Region: „Dieser Anbau ist ein Vertrauensbeweis in den Gesundheitsstandort Oberhausen. Die Helios St. Elisabeth Klinik war schon bislang ein wichtiger Pfeiler in der Gesundheitsversorgung der Oberhausenerinnen und Oberhausener – und wird jetzt noch wichtiger.“

Auch Klinikgeschäftsführerin Anna Berrischen fand lobende Worte: „Wir sind stolz darauf, wie sich unsere Fachbereiche in den letzten Jahren weiterentwickelt haben – trotz vieler Herausforderungen. Dafür möchte ich allen Mitarbeitern danken. Mit unserem Erweiterungsbau werden wir nicht nur bei der Patientenversorgung neue Maßstäbe setzen, wir schaffen auch eine deutliche Aufwertung der Arbeitsplätze für unsere Teams.“

Seit der Erteilung der Baugenehmigung Ende Februar wurde die Baustelle errichtet und das Baufeld freigeräumt. „Mit dem ersten Spatenstich und der Inbetriebnahme der Baustelle gehen die Arbeiten nun richtig los“, freut sich auch Architekt Jörg Feldmann von der VAMED. „Der Ablauf der Baumaßnahmen ist dabei so geplant, dass der Klinikalltag möglichst wenig beeinträchtigt wird.“ Als nächster Schritt steht die Gründung an, um ein Fundament für die drei Geschosse des Erweiterungsbaus zu setzen.

Es entsteht ein Erweiterungsbau mit…

  • 650 m² Grundfläche verteilt auf 3 Etagen (EG bis 2. OG)
  • Zusätzlich Umbau auf 1.500 m² Bestandsfläche
  • Ansprechende, helle Pflegestationen mit 90 Betten in Ein- und Zweibettzimmern für mehr Komfort und Service
  • Moderne Patientenversorgung durch neue Funktionsbereiche, Ambulanzen und ein neuer Magnetresonanztomograph (MRT)
  • Zentral-OP nach höchstem Standard durch zwei neue OP-Säle sowie ein Zentrum für ambulante Eingriffe

Foto: Klinikgeschäftsführerin Anna Berrischen, Pflegedirektor Christoph Wilde, Oberbürgermeister Daniel Schranz und VAMED-Architekt Jörg Feldmann beim Spatenstich für den Erweiterungsbau an der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen


Baubeginn in Öhringen

Mit dem symbolischen Spatenstich hat der Neubau für das Hohenloher Krankenhaus begonnen, der von VAMED innerhalb eines neuartigen Partnering-Verfahrens geplant und errichtet wird. Bis Anfang 2025 soll in Öhringen ein zukunftweisender Neubau entstehen, der die hochwertige medizinisch-pflegerische Versorgung der Menschen im Hohenlohekreis östlich von Heilbronn auch in Zukunft wohnortnah sicherstellt.

„Wir sind froh, hier einen international renommierten Spezialisten für Klinikbauten mit im Boot zu haben, der das Projekt im sogenannten Partnering-Verfahren von der Planung bis zur Umsetzung begleitet“, sagte Dr. Albert-Peter Rethmann, der Geschäftsführer der BBT-Gruppe, zu der das Hohenloher Krankenhaus gehört. „Damit schaffen wir die Voraussetzung für Kostentransparenz und finanzielle Planungssicherheit, denn wir wollen in dem uns vorgegeben Kostenrahmen von knapp 100 Millionen Euro bleiben“, unterstrich Rethmann.

Krankenhaus der kurzen Wege

Der BBT-Geschäftsführer stellte die Besonderheiten des neuen Hohenloher Krankenhauses vor: „Bei der gesamten Planung stand für uns der Patient im Mittelpunkt und alle Wege, die er während eines ambulanten oder stationären Aufenthalts im Krankenhaus durchläuft. Um diese Bedürfnisse des Patienten herum konzentrieren sich alle Räume und Funktionsbereiche. Daraus ergibt sich ein Krankenhaus der kurzen Wege für Patienten und Besucher. Und zugleich schaffen wir hervorragende Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Grundversorgung plus

Das 205-Bettenhaus stellt mit seinem medizinischen Behandlungsspektrum die Grund- und Regelversorgung in den Fachbereichen der Chirurgie und Inneren Medizin sicher und deckt darüber hinaus mit zusätzlichen spezialisierten Versorgungsangeboten ein breites medizinisches Leistungsprofil ab. Dazu gehören etwa die Geburtshilfe, die Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen im modernen Herzkatheterlabor, die Behandlung von Schlaganfallpatienten in der zertifizierten Stroke Unit, die moderne Endoprothetik sowie die hohe diagnostische und therapeutische Kompetenz bei Magen- und Darmerkrankungen und natürlich die rasche Notfallversorgung in einem interdisziplinären Notfallzentrum.

Diagnostik- und Ambulanzzentrum im EG

Das Gebäude wird aus einem rechteckigen Kubus bestehen, der sich um zwei Lichthöfe im Inneren gruppiert und so Tageslicht in allen Patientenzimmern sowie in den Therapie- und Aufenthaltsräumen ermöglicht. Es erstreckt sich über insgesamt vier Stockwerke sowie ein Kellergeschoss für Funktionsräume und Technik. Im Erdgeschoss befindet sich das Diagnostik- und Ambulanzzentrum; neben der interdisziplinären Notaufnahme ist hier die radiologische Diagnostik mit MRT, CT und konventionellem Röntgen konzentriert. Daran schließen sich die internistische Funktionsdiagnostik und die Ambulanzen an. Ein großzügiger Gastronomiebereich am Eingang lädt Patienten, Besucher, Mitarbeiter und Gäste zum Verweilen ein.

"High-Care"-Einheit im 1. OG

 Im 1. Stock steht alles unter dem Stichwort „High Care“, also höchste Sicherheit für die Patienten: Räume für Operationen, invasive Eingriffe und Interventionen sowie die dazu gehörige intensivmedizinische Überwachung sind hier konzentriert. Mehrere Operationssäle mit moderner Ausstattung, dazu das Herzkatheterlabor und die Überwachungsstation für Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten liegen in enger Verbindung nebeneinander. Hinzu kommen vier neue Kreißsäle – einer mehr als bisher – für die Geburtshilfe.

Sehr gute Standards für Patienten

Das zweite und dritte Stockwerk sind dann ganz der Pflege der stationären Patienten gewidmet. Im Neubau wird es nur noch Ein- und Zweibettzimmer geben. Alle Patientenzimmer haben große Fenster für viel Tageslicht und verfügen jeweils über ein eigenes Bad mit Dusche und WC. „Hier können wir allen Patienten einen sehr guten Standard anbieten“, unterstreicht Rethmann. Daneben sind spezielle Therapieräume zum Beispiel für die Behandlung älterer mehrfach erkrankter Patienten in der Geriatrie vorgesehen sowie großzügige Zimmer für die Geburtshilfe. Im dritten Obergeschoss bietet eine Komfortstation auf Wunsch zusätzliche Annehmlichkeiten.


Richtfest in Velbert gefeiert

Nach zehnmonatiger Bauzeit ist das neue Helios Klinikum Niederberg bereits im Rohbau fertig – keine Selbstverständlichkeit in Zeiten hoher Corona-Inzidenzen, unsichererer Lieferketten und steigender Beschaffungskosten. Dementsprechend groß fiel beim Richtfest das Lob von Klinikgeschäftsführerin Sanja Popic und Helios-Regionalgeschäftsführer Reiner Micholka für das VAMED-Team und seine Nachunternehmer aus.

Auch VAMED-Geschäftsführer Axel Damm sprach seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seine Anerkennung für ihr großes Engagement unter schwierigen Rahmenbedingen aus. „Zur Zeit sind wir für jeden Tag dankbar an dem Material kommt, und an dem die Mitarbeiter kommen“, sagte er in seiner Ansprache.

19.5000 Kubikmeter Beton und 2.250 Tonnen Stahl

Seit dem Baubeginn wurden rund 19.500 Kubikmeter Beton gegossen, was der Füllmenge von neun olympischen Schwimmbecken entspricht, und 2.250 Tonnen Stahl verbaut – etwa ein Drittel der Menge, die einst für den Eifelturm benötigt wurde. 80 Prozent der Fenster sind bereits montiert, und der Innenausbau hat auch schon begonnen. Bis zu 100 Männer und Frauen sind jeden Tag auf der Baustelle tätig.

„Unser neues Krankenhaus kann sich sehen lassen“, findet Klinik-Geschäftsführerin Sanja Popic. Dass jetzt schon der komplette Rohbau stehe, sei eine „enorme Leistung“ besonders in Zeiten von Rohstoff- und Fachkäftemangel. „Wir freuen uns schon darauf, in rund 20 Monaten die Kartons zu packen und mit den ersten Patienten in den Neubau zu wechseln.“ Das neue Klinikum werde nicht nur für Velbert Zeichen setzen, sondern für die ganze Region, prophezeite Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka.

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