Immobilien-Partnerschaft

In Kiel und Lübeck entsteht bis 2021 das Universitätsklinikum der Zukunft: Die beiden Standorte des einzigen Krankenhauses der Maximalversorgung in Schleswig-Holstein werden umfassend modernisiert, damit sie den hohen Ansprüchen an die Krankenversorgung, Forschung und Lehre gerecht werden. Ziel ist es, höchstmögliche Effizienz zu schaffen und Expansionspotenziale zu nutzen, um Patienten und Mitarbeitern den besten Standard bieten zu können. Mit dem anspruchsvollen Projekt, das in Öffentlich-Privater-Partnerschaft verwirklicht wird, hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) nach einem zwei Jahre dauernden Vergabeverfahren das Konsortium aus VAMED und BAM beauftragt. Dieses steht dem UKSH nun als zentraler und verantwortlicher Partner für Planung und sämtliche Bauten zur Seite.

6 Jahre Bau und 30 Jahre technischer Betrieb 

Für die Planung und Errichtung von Neubauten, die Realisierung von Umbauten und die Sanierung von Bestandsgebäuden werden rund 520 Millionen Euro investiert. Das Gesamtprojekt hat ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro. Dieses umfasst auch die technische Betriebsführung einschließlich Re-Investitionen bis zum Jahr 2044. Finanziert wird das Projekt zu 75 Prozent vom UKSH, der private Anteil des Konsortiums liegt bei 25 Prozent.

Zentralisierung ermöglicht mehr Effizienz und kurze Wege

Das neue medizinische und baulich-funktionelle Strukturkonzept sieht eine Zentralisierung vor: So werden beispielsweise bestehende Pavillonstrukturen in Zentralkomplexe überführt. In Lübeck erfolgt der Endausbau des Zentralklinikums, und in Kiel wird ein Zentralkomplex auf dem so genannten Roten Platz entstehen, in den auch Bestandsbauten eingebunden werden. Außer den Neubauten sind auch umfangreiche Umbauten, Sanierungen und Renovierung Bestandteil des Projekts.

Leistungen Bau

  • Erstellung Raumprogramm, BO- und Logistikkonzept
  • Neubau von 120.000 m² Netto-Grundfläche (NGF)
  • Modernisierung von ca. 120.000 m² NGF
  • Neubau von 26 OPs, Sanierung von 16 OPs
  • Neubau von 2 Zentralsterilisationen (ca. 200.000 STE)
  • Finanzierung
  • Baubeginn: 2015 / Fertigstellung voraussichtlich 2021

Leistungen technische Betriebsführung

  • Technische Inbetriebnahme
  • Implementierung der EDV-Systeme
  • Kaufmännisches, Technisches und Infrastrukturelles Facility Management über 30 Jahre
  • Betriebsentgelt inklusive Re-Investitionen über 30 Jahre
  • Garantierte Qualität (vereinbarte Service-Levels)

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IT-Servicegesellschaft

Bei Betrieb und Modernisierung der IT im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) gehen das größte Universitätsklinikum im Norden Deutschlands und VAMED seit 2010 gemeinsame Wege. Wie viele andere Krankenhäuser stand auch UKSH damals mit seiner IT vor der Frage, wie in Zukunft verbindliche Service-Standards garantiert und die Hardware kontinuierlich erneuert werden können. Nach eingehender Markterkundung entschied sich der Vorstand, zwei IT-Servicegesellschaften zu gründen: Die UKSH Gesellschaft für Informationstechnologie (GfIT) bündelt die Hard- und Softwareausstattung und die UKSH Gesellschaft für IT-Services (ITSG) erbringt sämtliche IT-Dienstleistungen.

Gemeinsame IT-Servicegesellschaft betreut mehr als 10.000 Anwender

An beiden Gesellschaften sollten erfahrene Partner aus der Privatwirtschaft mit 49 Prozent beteiligt werden. Durch eine europaweite Ausschreibung wurde hierfür das Bieterkonsortium aus VAMED und Carus ausgewählt. In dessen Verantwortung liegt seither der sichere IT-Betrieb an den beiden Standorten Lübeck und Kiel. Dort sind insgesamt mehr als 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nahezu ebenso viele Patientinnen und Patienten täglich darauf angewiesen, dass der Informationsfluss am UKSH funktioniert. Dafür sorgen GfIT und ITSG: Sie stellen die nötigen Ressourcen für IT-Projekte zur Verfügung, beheben Störungen, betreuen die PC-Arbeitsplätze, das Netzwerk, die Rechenzentren sowie alle zentralen Systeme und erneuern die entsprechenden Hardwarekomponenten kontinuierlich. Zum gesamten IT-System des UKSH zählen etwa 10.000 Anwender, 5.500 PC-Systeme, 800 Server-Systeme und etwa 150 Terra Byte Daten.

Von der IT-Abteilung zum modernen IT-Dienstleister

Zu Beginn der Partnerschaft galt es zunächst, die IT-Abteilung in ein modernes Unternehmen zu überführen. Hierzu mussten entsprechende Strukturen geschaffen, Verantwortlichkeiten festgelegt und Schnittstellen geklärt werden. Dabei brachte VAMED ihre Erfahrungen aus der Gründung vergleichbarer Servicegesellschaften ein. Für die IT-Anwender im UKSH konnten bald erste Verbesserungen erzielt werden: Dazu gehörte die Schaffung eines zentralen Service Desks mit erweiterter Erreichbarkeit und die Etablierung eines professionellen Servicemanagements einschließlich entsprechender Tools, Standards und Dokumentationen sowie den dazugehörigen Mitarbeiter-Schulungen. Außerdem wurde ein Lebenszyklus für die IT-Hardware eingeführt: PCs, Monitore und Laptops werden nun alle fünf Jahre, Server und Storages alle sieben Jahre ausgetauscht.

Neues Rechenzentrum eines der modernsten im Gesundheitswesen

Ein weiterer Meilenstein bei der Modernisierung der IT-Infrastruktur war die Eröffnung eines neuen Rechenzentrums in Lübeck im Frühjahr 2013 – eines der modernsten im europäischen Gesundheitswesen. Die Investitionskosten für die Infrastruktur betrugen etwa zwei Millionen Euro, für die Server-Hardware etwa vier Millionen Euro. Dank des neuen Rechenzentrums arbeitet erstmals seit Bestehen des UKSH der Großteil der IT-Beschäftigten jetzt unter einem Dach zusammen. Vor dem Umzug waren sie auf bis zu vier Gebäude pro Standort verteilt. Mit dem neuen Zentrum wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, die IT-Ressourcen optimal einzusetzen, bestehende und zukünftige Anforderungen an das Krankenhausinformationssystem des UKSH zu erfüllen sowie Technik und Know-how auch externen Kunden anzubieten.