Neubau AEMP

 

 

 

 

Auf dem Gelände des Klinikums Ansbach entsteht derzeit eine neue Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP). Der Bau hat Mitte November 2020 begonnen. Den Auftrag für die Planung, Errichtung und den Betrieb der neuen AEMP hatte VAMED am Ende einer öffentlichen Ausschreibung im Dezember 2019 erhalten.

Kapazität auf Zuwachs ausgerichtet

Die neue AEMP wird zunächst eine Kapazität von etwa 45.000 STE (Sterilguteinheiten) pro Jahr haben – genug, um sämtliche Krankenhäuser des ANregiomed-Verbunds zu versorgen. Ein für die Zukunft erwarteter steigender Bedarf wurde bei der Planung bereits berücksichtigt. Dementsprechend lassen sich nachträglich ein zusätzliches Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) sowie ein weiterer Sterilisator einbauen und dadurch die Kapazität auf 70.000 STE erhöhen.

Der Neubau besteht aus einem Erdgeschoss und einem Teilobergeschoss. Im Erdgeschoss findet die An- und Auslieferung, die Reinigung, das Verpacken und die Sterilisation der Medizinprodukte statt. Außerdem befinden sich dort der Aufenthaltsraum und die Umkleiden der Mitarbeiter. Der Produktionsbereich ist wegen des hohen Technikanteils größtenteils doppelgeschossig. Im Obergeschoss sind Büros, Besprechungsraum, Sekretariat, das Facility Management und die Technik untergebracht.

Hybridbauweise aus Betonfertigteilen und Holz

Die Errichtung des Gebäudes ist als sogenannte Hybridbauweise konzipiert: Hierbei kommen Betonfertigteile, Halbfertigteile aus Beton sowie Holz zum Einsatz. So werden Fertigstützen und Balken sowie Wände aus 2-schaligen Betonelementen verwendet, die vor Ort ausgegossen werden. Die Zwischendecke besteht aus sogenannten pi-Decken, die eine große Spannweite und damit einen komplett stützenfreien Grundriss ermöglichen.

Dachkonstruktion und Fassade sind aus Holz bzw. Holzelementen gefertigt. Das ermöglicht im technischen Ausbau eine große Flexibilität. Da viele Teile bereits vorgefertigt sind, lassen sich die Wände zügig montieren und eine schnelle Dichtigkeit des Gebäudes erreichen. Dann kann bereits mit dem Innenausbau begonnen werden. Die AEMP erhält eine wärmegedämmte Putzfassade, die durch unterschiedliche Putzmuster eine Struktur bekommt. Fenster und Türen sind aus Aluminium.

Ausstattung auf dem modernsten Stand der Technik

Die komplette Medizintechnik wird von dem Hersteller MMM geliefert und entspricht dem letzten Stand der Technik. Dementsprechend werden unter anderem die RDGs automatisch bestückt, was den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Arbeit erleichtert. In der neuen AEMP werden künftig alle im Bereich Sterilgut Beschäftigten der ANregiomed tätig sein, die sich auf einen hellen, freundlichen und nach dem Stand der Technik ausgestatteten Arbeitsplatz freuen können.

Betrieb durch Tochtergesellschaft von INSTRUCLEAN

Bereits während der Planung für den Neubau übernahm eine neue Servicegesellschaft von ANregiomed und der VAMED-Tochtergesellschaft INSTRUCLEAN den Betrieb der bestehenden AEMP. Die ANregiomed INSTRUCLEAN Service GmbH (ANIS) wird auch im Neubau die operative Verantwortung tragen. Dadurch wurden die besten Voraussetzungen für einen reibungslosen Übergang von alt nach neu geschaffen.