Charité CFM Facility Management

Über das Konsortium VDH ist VAMED zwischen 2006 und 2018 an der Charité CFM Facility Management GmbH beteiligt gewesen und war dort maßgeblich für den operativen Betrieb verantwortlich. Die damals 51-prozentige Tochtergesellschaft der Charité erfüllte sämtliche technischen und logistischen Aufgaben von der Abfallwirtschaft über Catering und Reinigung bis zum Betrieb der Medizintechnik, Gebäude und Zentralsterilisation. In der CFM hatten die Ärzte und Pflegekräfte der Charité für sämtliche Dienstleistungen einen zentralen Ansprechpartner. Die Bündelung ermöglichte es, alle Abläufe im infrastrukturellen, technischen und kaufmännischen Facility Management eng miteinander zu verknüpfen und passgenau auf die Kernprozesse Behandlung, Pflege und Forschung abzustimmen.

Investitionen in Menschen und Technik erhöhen Effizienz und Qualität

Mit der Management-Kompetenz des von VAMED geführten Konsortiums wurden Arbeitsabläufe standortübergreifend vereinheitlicht und verbessert, Prozesse eng miteinander verzahnt, Synergien geschaffen und Schnittstellen reduziert. Darüber hinaus tätigte die CFM umfangreiche Investitionen, um den Service zu verbessern. Durch eine modernisierte Ausstattung konnten die Arbeiten nicht nur besser, sondern auch effizienter erledigt werden. Einen weiteren Investitionsschwerpunkt bildete die Aus- und Weiterbildung der rund 2.650 Mitarbeiter. Alle kaufmännischen, technischen und infrastrukturellen Facility-Management-Leistungen wurden von einem unabhängigen Auditor nach den Normen DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 13485 zertifiziert.

Maximale Kostenkontrolle und Versorgungssicherheit

Die CFM entlastete die Charité in mehrfacher Hinsicht von der großen Verantwortung für den Betrieb der Infrastruktur, indem sie sämtliche technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken trug. Durch eine ausgefeilte Wartungs- und Instandhaltungsstrategie stellte das Unternehmen sicher, dass alle für die Behandlung der Patienten erforderlichen technischen Anlagen und Geräte möglichst immer zur Verfügung stehen. Darüber hinaus garantierte die CFM durch regelmäßige Audits und Kontrollen, dass alle gesetzlichen Anforderungen strikt eingehalten wurden. Außerdem sorgte sie für ein Höchstmaß an Kostenkontrolle: Belief sich der jährliche Aufwand für das Facility Management in der Charité ursprünglich auf rund 148 Millionen Euro, konnte das Budget hierfür im Jahr 2015 auf 103 Millionen Euro reduziert werden. Insgesamt sparte das Universitätsklinikum in diesem Bereich bis Ende 2015 rund 387 Millionen Euro.

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Dienstleistungen der CFM

  • Medizintechnik
  • Betriebstechnik
  • Medien- und Archivdienste
  • Bettenaufbereitung
  • Zentralsterilisation
  • Außenanlagenpflege
  • Reinigungs-, Stations- und Desinfektionsdienste
  • Informations-, Kommunikations- und Sicherheitstechnik
  • Architekten- und Ingenieurleistungen
  • Mitarbeiter- und Patientenverpflegung
  • Sicherheits- und Empfangsdienste, Telefonzentrale
  • Krankentransporte
  • Wirtschaftstransporte
  • Wareneingang und Lagerwirtschaft

Neubau und Sanierung

Das 21-geschossige Bettenhochhaus in Berlin-Mitte gilt als Wahrzeichen der Charité und ist durch seine Größe auch eine weithin sichtbare städtebauliche Dominante. Das 1982 eröffnete Gebäude wurde von Januar 2014 bis November 2016 umfangreich umgebaut und kernsaniert und erhielt eine energieeffiziente Fassade. Östlich vom Bettenhochhaus entstand das neue Charité-Notfallzentrum Mitte (Rudolf-Nissen-Haus), das drei große Bereiche beherbergt: den OP-Bereich mit 15 hochmodernen OP-Sälen, zwei davon als Hybrid-OP mit integrierter Bildgebung; den intensivmedizinischen Bereich mit 71 Patientenbetten sowie die neue Zentrale Notaufnahme. Im Zuge des Projekts wurde auch die Verbindungsbrücke zwischen Bettenhaus und historischem Campusgelände erneuert. Die Projektkosten belaufen sich auf insgesamt 202,5 Millionen Euro. Neubau und Bettenhaus beherbergen zusammen rund 620 Betten.

VAMED als Generalunternehmer beauftragt

Realisiert wurde das Projekt von der Arbeitsgemeinschaft aus VAMED Deutschland und Ed. Züblin AG, die von der Charité als Generalunternehmen beauftragt worden war. Der Vertrag umfasste die gesamte Ausführungsplanung sowie vollständige Entkernung und Sanierung des Hochhauses und die Errichtung des angrenzenden fünfgeschossigen Neubaus einschließlich Medizintechnik-Planung und Begleitung des medizinischen Probebetriebs.

Gebäude werden auf dem neuesten medizintechnischen Stand sein

Nach Abschluss des Projekts gehört das Bettenhochhaus zu den modernsten Klinikgebäuden Europas. Die Ausstattung der Stationen und Zimmer entspricht den neuesten Erkenntnissen und orientiert sich am Wohl der Patienten. Auch für die Mitarbeiter wird die Arbeitsumgebung an zeitgemäße und künftige Anforderungen angepasst.