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Kiel: Richtfest für neues UKSH-Laborzentrum

Nach einem Jahr Bauzeit ist das neue Laborzentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) am Campus Kiel im Rohbau fertiggestellt, was mit dem Richtfest gefeiert wurde. Die Baumaßnahme ist Teil des Baulichen Masterplans des UKSH und zentralisiert die diagnostischen Labore der einzelnen Fachbereiche, die derzeit in verschiedenen Gebäuden untergebracht sind.


Kiel: Richtfest für neues Laborzentrum

Nach einem Jahr Bauzeit ist das neue Laborzentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) am Campus Kiel im Rohbau fertiggestellt, was mit dem Richtfest gefeiert wurde. Die Baumaßnahme ist Teil des Baulichen Masterplans des UKSH und zentralisiert die diagnostischen Labore der einzelnen Fachbereiche, die derzeit in verschiedenen Gebäuden untergebracht sind.

„Das neue Laborgebäude ist von großer Bedeutung für die Kliniken und Institute des UKSH. Mit dem entstehenden Zentrum wird ein weiterer wichtiger Baustein im umfangreichen Erneuerungsprozess des UKSH gelegt“, sagte Finanzministerin Monika Heinold. „Durch verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit, kürzere Wege, optimale Prozesse und den Einsatz hochmoderner Technik schaffen wir mit unserem Laborzentrum die Voraussetzungen für hervorragende Labordiagnostik“, sagte Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH.

Digitale Planung erhöht Qualität sowie Kosten- und Terminsicherheit

VAMED-Geschäftsführer Walter Troger berichtete, dass das Laborzentrum bereits schon einmal errichtet wurde – als digitaler Zwilling. „An diesem virtuellen 3-D-Modell haben alle wichtigen Experten partnerschaftlich eng zusammengearbeitet“, sagte Troger. Das gemeinsame digitale Planen biete eine Vielzahl von Vorteilen: „Zum einen kann die komplexe Zusammenarbeit von oftmals sehr vielen verschiedenen Projektbeteiligten viel besser koordiniert und wesentlich effizienter gestaltet werden. Zum anderen lassen sich Widersprüche und Kollisionen der einzelnen Fachplanungen früh erkennen und entsprechend auflösen – und zwar lange bevor gebaut wird.“ Dadurch steige nicht nur die Planungsqualität, sondern auch die Kosten- und Terminsicherheit.

Rund 6.000 Proben und bis zu 40.000 Messergebnisse täglich

Das neue sechsgeschossige Laborzentrum vereint auf einer Fläche von über 6.000 Quadratmetern nahezu die gesamte Labordiagnostik beider Campi. Es steht für die Zentralisierungsstrategie des UKSH, nach der Leistungen – soweit medizinisch möglich und sinnvoll – an einem Campus gebündelt werden. Zusammengeführt wird in dem Neubau Gebäude künftig die Labordiagnostik der Institute für Klinische Chemie und für Infektionsmedizin, der Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie, der Krankenhaushygiene und des Medizinaluntersuchungsamts, der Transfusionsmedizin, der Humangenetik und der Rechtsmedizin sowie spezialisierter Bereiche der Kinderklinik.

Künftig werden im Laborzentrum täglich rund 6.000 Proben für die Patientinnen und Patienten des UKSH – und für Erkrankte aus 29 anderen Krankenhäusern – befundet und bis zu 40.000 Messergebnisse freigegeben. Dabei kommen alle modernen Verfahren der Labordiagnostik zum Einsatz. Dies umfasst die Routinediagnostik bei der stationären Aufnahme der Patientinnen und Patienten bis hin zur hochspezialisierten Diagnostik bei seltenen Erkrankungen.

Rohrpostanlage transportiert mit zwei Geschwindigkeiten

Funktionelle Betriebsabläufe werden unter medizinischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Aspekten bestmöglich im neuen Gebäude gestaltet. Im Erdgeschoss und in den zwei folgenden Geschossen entstehen vorwiegend Laborbereiche. Dazu gehört ein Speziallabor der Schutzstufe L3 nach Biostoffverordnung, in dem hochansteckende und Krankheitserreger höherer Gefahrstufen nachgewiesen werden können. Im dritten Obergeschoss sind Fortbildungs- und Konferenzräume, Umkleideräume, Büros, ein Aufenthaltsraum sowie ein Ambulanzbereich vorgesehen. Die Technikzentrale des Gebäudes befindet sich ebenfalls im dritten Oberschoss und im darüber gelegenen Staffelgeschoss. Lagerflächen sind hauptsächlich im Kellergeschoss untergebracht.

Prozesse werden zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten optimiert. Dies gelingt unter anderem durch die Installation einer an andere Klinikgebäude angeschlossenen Rohrpostanlage, die den Probentransport direkt von den Stationen ermöglicht – und dies mit zwei Geschwindigkeiten, da Blut des sanften und schonenden Transportes bedarf. Eingeführt wird der derzeit höchstmögliche Automatisierungsgrad bei der Laboranalytik. Auch werden IT-Systeme betrieben, die ein sehr genaues Nachverfolgen jeder einzelnen Probe erlauben.

Bericht im Norddeutschen Rundfunk


Grundstein in Velbert gelegt

Die traditionelle Grundsteinlegung für das neue Helios Klinikum Niederberg stand längst nicht mehr für den Beginn eines Projekts, sondern eher als Meilenstein für das schon Erreichte: 30.000 Kubikmeter Erde wurden bereits bewegt und mehr als die Hälfte der Bodenplatte wurde gegossen, die auf 14 Meter tief in den Boden versenkten Pfählen ruht. Teilweise wachsen schon die Wände der ersten beiden Stockwerke in die Höhe. Das neue 475-Betten-Haus nimmt mittlerweile erste Formen an.

Intensive, konstruktive und professionelle Zusammenarbeit

Hierfür ist in den vergangenen zwei Jahren bereits viel Planungs-Arbeit geleistet worden, betonte VAMED-Geschäftsführer Axel Damm bei dem Festakt, an dem unter anderem Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka, der Landtagsabgeordnete Martin Sträßer, der Medizinischen Regionalgeschäftsführer der Helios Region West, Prof. Rudolf Leuwer, und Klinikgeschäftsführerin Sanja Popić teilnahmen. Axel Damm lobte die intensive, konstruktive und professionelle Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten und bedankte sich insbesondere beim VAMED-Team für das großartige Engagement.

Nachdem das Helios Klinikum Niederberg Anfang September 2019 den Auftrag an VAMED vergeben hatte, reichte das Team innerhalb von acht Monaten die Baugenehmigung bei den Behörden ein. Ein halbes Jahr später lag die Genehmigung vor, so dass im November 2020 mit dem Bau begonnen werden konnte. „Die Arbeiten am Rohbau schreiten zügig voran. Ende 2023 wollen wir fertig sein, so dass nach derzeitigen Planungen 2024 umgezogen werden kann“, sagte Sanja Popić.

Sinnvolle Zusammenführung medizinischer Fachbereiche

In dem Neubau werden auf rund 3.000 Quadratmetern offene Raumstrukturen und viel einfallendes Licht eine positive Atmosphäre schaffen. Neben der Optik geht es bei dem Projekt vor allem um Komfort und Qualität bei der Patientenversorgung sowie um die sinnvolle Zusammenführung medizinischer Fachbereiche. Dementsprechend bietet der Neubau Platz und effiziente Strukturen für die Notaufnahme, die Patientenaufnahme, bis zu sieben Operationssäle, vier Kreißsäle, den Sektio-OP, die neonatologisch-pädriatische Einheit, die Wahlleistungsbereiche und die Privatklinik, die Radiologie, das Labor sowie die Haustechnik.

Im vollständig sanierten Bestandsbau werden künftig auf etwa 10.000 Quadratmetern die Verwaltung, die Logistik, das Lager sowie die Cafeteria untergebracht sein. Außerdem entsteht in unmittelbarer Nähe zum psychiatrischen Bereich ein separater Therapiegarten sowie eine Bushaltestelle genau vor dem Haupteingang, neue zusätzliche Patientenparkplätze und ein Kinderspielplatz.

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Presseberichte


Schlüsselübergabe in Biberach

Nach rund drei Jahren Bauzeit hat VAMED den Neubau für das Klinikum Biberach am 23. Juli an die Sana Kliniken übergeben. Zur Übergabefeier im kleinen Kreis waren rund 100 Besucher gekommen, darunter außer örtlichen Repräsentanten auch Gäste aus der Politik, Vertreter der Sana AG und der baubeteiligten Firmen sowie zahlreiche Mitarbeiter.

VAMED-Geschäftsführer Bernd Gaiswinkler überreichte einen symbolischen Schlüssel in Übergröße an die Klinik-Geschäftsführerin Beate Jörißen. „Sie können sich freuen auf ein Gebäude, das den hohen Anforderungen einer optimalen medizinischen Versorgung gerecht wird. Ein Gebäude, das den Ärzten und Pflegekräften eine hochmoderne Arbeitsumgebung auf dem modernsten Stand der Technik bietet und ein Gebäude, das den Krankenhausaufenthalt für die Patientinnen und Patienten angenehmer macht“, sagte er in seinem Grußwort.

Mit hohem Anspruch an die medizinische Versorgung sowie an die Arbeitsabläufe für Patienten und Mitarbeiter ist auf dem Biberacher Gesundheitscampus ein zukunftsweisendes Klinikum entstanden. Kurze Kommunikationswege und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, die die Grenze zwischen ambulanter und stationärer Versorgung überwindet, vereinfachen und beschleunigen hier künftig den Behandlungsprozess. Für die Menschen im Landkreis bedeutet dies eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung aus einer Hand. Dafür verfügt der 370-Betten-Bau neben bestens ausgestatteten Fachbereichen und komfortablen Patientenzimmern auch über die neueste Medizintechnik zur diagnostischen Befundung.

OPs mit Fotomotiven aus der Region und Blick in die Natur

Ein besonderes Highlight stellt der hochmoderne OP-Bereich dar: Auf rund 1.100 Quadratmetern sind hier sieben Operationssäle untergebracht, die mit regionalen Motiven auf großflächigen Glaswänden nicht nur optisch überzeugen, sondern auch nach dem neuesten Stand der Technik ausgestattet sind. Die Leistungsfähigkeit der hochmodernen Medizintechnik sowie die generelle Bedeutung des neuen Klinikums für den Landkreis stellte auch Beate Jörißen in ihrer Begrüßungsrede heraus. „Mit diesem Neubau entsteht hier und jetzt eine neue Dimension der wohnortnahen Patientenversorgung – nicht nur für Biberach, sondern für den gesamten Landkreis. Lassen Sie uns also das bereits heute sehr gute medizinische Spektrum hier an diesem neuen Standort mit weiterhin großem Engagement und Fachwissen fortsetzen und damit die Gesundheitsversorgung im Landkreis maßgeblich und zukunftsfähig mitgestalten.“

Stationäre Strukturen zukunftsfähig ausgerichtet

Auch Manfred Lucha, Minister für Soziales, Gesundheit und Integration in Baden-Württemberg, kam in seiner Ansprache auf die Notwendigkeit moderner und zeitgemäßer Strukturen im Gesundheitswesen zu sprechen. „Wir fördern das neue Zentralkrankenhaus in Biberach mit Gesundheitscampus im Rahmen des Krankenhausstrukturfonds I mit 62,6 Millionen Euro, die je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln stammen. In Biberach setzen wir damit ein Ausrufezeichen für den Strukturwandel in der Krankenhauslandschaft. Wir stehen zu einer modernen, flächendeckenden Gesundheitsversorgung – gerade im ländlichen Raum. Und wir unterstützen hier die Sana Kliniken Landkreis Biberach, die mit dem neuen Zentralkrankenhaus ihre stationären Strukturen den aktuellen Herausforderungen entsprechend umbauen und zukunftsfähig ausrichten.“

Klinikneubau als Herzstück des neuen Gesundheitscampus

Landrat des Landkreises Biberach, Dr. Heiko Schmid, erklärte in seiner Rede: „Das neue Klinikum ist das Herzstück des Gesundheitscampus am Hauderboschen. Vor wenigen Wochen haben wir bereits die Einweihung des Ärztehauses gefeiert. Die Patientenheimversorgung hat direkt angrenzend ihr Dialysezentrum errichtet, und das ZfP bündelt hier seine verschiedenen psychiatrischen Angebote mit stationärem Angebot und einer psychiatrischen Tagesklinik. Und ich gehe davon aus, dass wir bald auch gemeinsam den Spatenstich für die neue Rettungswache des DRK feiern können.  Der gesamte Gesundheitscampus bietet für die Bürgerinnen und Bürger medizinische Versorgung auf höchstem Niveau.“

Norbert Zeidler, Oberbürgermeister der Stadt Biberach, ergänzte: „Ich freue mich sehr, dass in Biberach rund um das neue Zentralklinikum der Sana ein interdisziplinär vernetzter Klinikcampus entstanden ist. Hier wird den Patientinnen und Patienten aus Biberach und der gesamten Region gebündelt an einem Standort ein breites Spektrum an medizinischen Leistungen auf hohem Niveau geboten. “

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Presseberichte

 

Fotos: MEDIK Hospital Design GmbH (OP-Säle mit Fotowänden) / Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH (alle anderen)


Sana übernimmt neues Klinikgebäude

Mit der feierlichen Übergabe des neuen Biberacher Klinikums konnte am 23. Juli ein weiteres Etappenziel auf dem Weg zur Inbetriebnahme des Neubaus erreicht werden. Der Festakt mit symbolischer Schlüsselübergabe wurde, unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygienemaßnahmen, mit geladenen Gästen und Klinikmitarbeitern gefeiert. Nach der weiteren medizinischen Ausstattung des Gebäudes wird der klinische Betrieb planmäßig ab dem 11. September 2021 aufgenommen.


Rehaklinik Damp in neuem Glanz

Innerhalb von nur sieben Monaten wurden auf den 15 Etagen des Hauses Pamir der VAMED Rehaklinik Damp 280 Patientenzimmer sowie 120 Büro- und Funktionsräume  vollständig modernisiert. Rohr- und Elektroleitungen, die Sanitäreinrichtungen, Türen und Fenster, Abwasser-, Heizungs- und Lüftungsschächte, die Balkone sowie die Böden wurden ebenso erneuert wie Brandmelde- und Telefonanlage und natürlich die komplette Möblierung. Eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage sowie neue Heizkörper bringen das Gebäude aus den späten 60er Jahren nun auf den neuesten Stand der Umwelttechnik. Für die Zeit des Umbaus waren Patienten und Mitarbeiter in einem Flügel des Ostseehotels Midgard untergebracht.

„Dass der Umbau bei laufendem Betrieb eine Herausforderung werden würde, war allen klar“, sagt die Ärztliche Direktorin der Rehaklinik Damp, Dr. Anja Spies. „Wir waren jedoch gut vorbereitet und sind nun umso erleichterter, die Baumaßnahmen und jetzt ganz aktuell auch die Umzüge von Patienten und Mitarbeitern so erfolgreich und vor allem gemäß Zeitplan über die Bühne gebracht zu haben.“ Dafür gebühre sowohl den Bauverantwortlichen als auch den Organisatoren im Haus und den Mitarbeitern ein riesiges Dankeschön. „Reha ist Teamarbeit über alle Berufsgruppen hinweg. Das hat auch beim Umbau alle an einem Strang ziehen und selbst in schwierigen Phasen die Ruhe bewahren lassen“, so Spies.


Duisburg: Großprojekt auf der Zielgeraden

Nach fünf Jahren Bauzeit kann das VAMED-Projektteam den Neubau der Helios St. Johannes Klinik in Duisburg nun an die Nutzerinnen und Nutzer übergeben. Vom 28. Juni an soll das neue Gebäude innerhalb von rund vier Tagen in Betrieb gehen. Die Kisten werden bereits gepackt, und das Umzugshandbuch gibt auf rund 15 Seiten Anleitung, welche Dinge wie transportiert werden. Das 120 Millionen Euro teure Gebäude hat für den Umzug einen entscheidenden Vorteil: Über eine Magistrale sind beide Teile – alt und neu – miteinander verbunden, so dass das Wetter als möglicher Störfaktor keine Rolle spielt.

Moderne Räume, frische helle Farben, kurze Wege

Der Neubau bietet auf fünf Etagen Platz für 400 Betten. Im neuen Erdgeschoss sind alle somatischen Ambulanzen sowie diagnostischen Bereiche angesiedelt, damit es keinen Querverkehr mit den ruhebedürftigeren Stationen gibt. Neben zahlreichen Fachabteilungen, der Notaufnahme, der Patientenaufnahme und bis zu sieben Operationssälen werden auch die Radiologie, die Wahlleistungsbereiche, die Haustechnik sowie die Pathologie im Neubau untergebracht. „Moderne Räume, frische helle Farben, kurze Wege – ich spreche, glaube ich, für alle Mitarbeiter, wenn ich sage, dass wir es kaum erwarten können“, freut sich Caroline Korioth, Pflegedirektorin und Hauptverantwortliche für den Umzug.

Altbau wird weiter saniert

Auch im Altbestand werden die Karten noch einmal neu gemischt. Denn die Kinderklinik sowie die Geburtshilfe und die Dermatologie verbleiben dort, ziehen aber zum Teil in bereits sanierte Bereiche um. Der leergezogene Teil des Altbaus wird dann in den nächsten Jahren aufwändig saniert, bis dann das gesamte Klinikum modernisiert ist.


Krisenhelfer in der Pandemie-Bewältigung

Als führender internationaler Gesundheitsdienstleister auf fünf Kontinenten hat die VAMED Gruppe mit Sitz in Österreich im Jahr 2020 weltweit mehr als 200.000 Krankenhaus-Betten verfügbar gehalten. Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Pflegepersonal, technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Projektteams der VAMED waren zur Bewältigung der Pandemie teils Tag und Nacht, teils in Vollschutzausrüstung im Einsatz – in 820 Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken und Pflegeeinrichtungen, in der Betreuung von mehreren Millionen Medizintechnik-Geräten oder in der Errichtung zusätzlicher COVID-Stationen und Notkrankenhäuser. Die VAMED und ihre 23.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich damit in der Pandemie als verlässlicher Partner bewiesen. Im Auftragsbestand stehen jetzt weltweit neue Gesundheitsprojekte im Wert von mehr als 3 Mrd. Euro. Die Folgeaufträge für heimische Betriebe sichern in Österreich tausende Arbeitsplätze.

20.300 bereitgestellte Beatmungsgeräte, dutzende Millionen Mund-Nasenschutz-Masken und Handschuhe, allein in der Akut- und Post-Akut-Versorgung über 500.000 Mehrstunden für den Pandemie-Betrieb. So liest sich die etwas andere Bilanz der VAMED für das vergangene Jahr 2020.

Dr. Ernst Wastler, Vorsitzender des Vorstandes der VAMED AG sagt: „Der Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den roten Corona-Zonen in Italien, in Österreich, in Spanien, in Tschechien, in der Schweiz, in Deutschland oder in Großbritannien hat dazu beigetragen viele Menschenleben zu retten. Auch in Asien, in Afrika, im Nahen Osten und Lateinamerika bis Ozeanien sind wir vor Ort geblieben oder haben remote aus der Ferne dringend benötigte zusätzliche Gesundheitskapazitäten geplant, errichtet, in Betrieb genommen und verfügbar gehalten.“

Corona-Notkrankenhäuser für Berlin und Bergamo – VAMED Kliniken im Corona-Einsatz

Allein in Italien hielten VAMED Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Medizintechnik in 130 Krankenhäusern – großteils im hauptbetroffenen Norden des Landes – rund um die Uhr verfügbar und errichteten etwa in Bergamo in den Messehallen eine Notfallkrankenversorgung. So auch in Berlin, wo die VAMED in Charlottenburg in wenigen Wochen ein vollwertiges Reservezentrum für die stationäre Behandlung von COVID-Patientinnen und Patienten mit 1.000 Betten und zusätzlichen Intensiv-Versorgungskapazitäten von Monitoring und Beatmung bis Computertomographie (CT) und Röntgen eingerichtet hat.

Am AKH Wien haben mehr als 1.000 VAMED Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den reibungslosen Fortbetrieb unterstützt, die Intensivversorgung für Beatmung binnen weniger Tage um 20 Prozent aufgestockt und die neue Klinik für psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen fertiggestellt. Zusätzlich wurden in Österreich und Deutschland mehrere pneumologische und neurologische Rehabilitationskliniken temporär in medizinische Versorgungseinheiten für die Akut-Versorgung von COVID-Patientinnen und Patienten umgewandelt.

Post-COVID-Versorgung in Österreich – Rehas, Pflege und Telemedizin ausgebaut

Für die Nachbehandlung von COVID-Patientinnen und Patienten entwickelten die VAMED Einrichtungen eine spezielle Post-COVID-Rehabilitation. Für den steigenden Rehabilitationsbedarf nach der Pandemie hat die VAMED die Standorte Kapfenberg, Gars am Kamp, Montafon und Oberndorf in Salzburg erweitert und in ganz Österreich fünf neue ambulante Rehazentren eröffnet.

In Wien hat die VAMED den Standort Oberlaa zum ersten vollintegrierten Gesundheitsstandort – von Prävention über Akutmedizin bis zu Rehabilitation und Pflege – ausgebaut. Neben COVID-Testungen und Post-COVID-Rehabilitation wird dort nun auch eine Betreuung durch Allgemeinmediziner und Fachärzte zu Fixterminen und 7 Tage die Woche oder auch im telemedizinischen Dienst angeboten.

VAMED selbst in entlegenen Weltregionen weiter im Einsatz

International waren nahezu alle der 95 Länder, in denen die VAMED aktiv ist, von Reisebeschränkungen betroffen, die es erschwerten oder zum Teil sogar unmöglich machten, diese Länder persönlich zu erreichen. In vielen Ländern sind VAMED Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber – oft mit ihren Familien – vor Ort geblieben, um sicherzustellen, dass Projekte abgeschlossen oder fortgesetzt wurden. Selbst in aktuell nach wie vor schwer betroffenen Weltregionen wie Südamerika sind die VAMED Teams weiter im Einsatz und konnten in Errichtung befindliche Krankenhäuser in Betrieb bringen, etwa das neue Krankenhaus Point Fortin in Trinidad & Tobago.

Auch in Afrika half die VAMED in der Bewältigung der Pandemie, unter anderem mit der Planung und Lieferung eines COVID-19-Medizintechnik-Pakets in Sambia, der Fortführung der Errichtung von vier Krankenhäusern an der Elfenbeinküste oder der Instandsetzung von Sauerstoffanlagen für den einwandfreien Betrieb von Beatmungsgeräten in der Hauptstadt Gabuns. In Ghana hat die VAMED mitten in der Pandemie fünf Regionalkrankenhäuser und eine Poliklinik fertiggestellt, die nun in Betrieb gehen können.

Weiterentwicklung der Gesundheitssysteme nach der Pandemie

„In der Pandemie ist deutlich geworden, wo Kapazitäten fehlen und wie wichtig funktionierende Versorgungsstrukturen sind. Die Welt muss in Zukunft besser gerüstet sein. Viele Länder sind bereits dabei, sich intensiv mit der Weiterentwicklung ihrer Gesundheitssysteme nach der Pandemie auseinanderzusetzen. Mit ihren ganzheitlichen Realisierungs- und Lebenszyklus-Modellen ist die VAMED gut aufgestellt und arbeitet an neuen Lösungen – von der Digitalisierung über Telemedizin und Telerehabilitation bis hin zu Hybrid-Kliniken“, betont der Vorsitzende des Vorstandes der VAMED AG, Dr. Ernst Wastler.

Die Finanzierbarkeit und die effiziente Aufstockung von Ressourcen spielen bei den internationalen Post-COVID-Herausforderungen eine große Rolle. Im Rahmen ihrer Lebenszyklus-Projekte plant, errichtet und betreibt die VAMED neue Einrichtungen aus einer Hand und bietet auch das Financial Engineering dazu an.

Mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) realisiert die VAMED erfolgreich das mit 1,7 Mrd. Euro Gesamtvolumen umfassendste Public-Private-Partnership (PPP)-Projekt im deutschen Gesundheitswesen und ist dabei nicht nur für das Projektmanagement, Neubauten und Modernisierungsmaßnahmen verantwortlich, sondern auch für die laufende technische Betriebsführung. In Abu Dhabi hat die VAMED mit dem Reem Hospital in der Pandemie ein neues Lebenszyklus-Projekt außerhalb Europas fertiggestellt: ein Mutter-Kind-Krankenhaus mit angeschlossener Akut-Tagesklinik und Rehabilitationszentrum.

Rekord-Auftragsbestand: VAMED eröffnet 2.000 heimischen KMU Zugang zum Weltmarkt

Weltweit hat die VAMED mittlerweile 1.000 Gesundheitsprojekte erfolgreich abgeschlossen. Allein im Pandemiejahr 2020 sind Aufträge im Gesamtwert von mehr als einer Mrd. Euro eingegangen. Der Auftragsbestand erreichte damit zu Jahresende einen neuen Rekordwert von 3,1 Mrd. Euro.

Der weltweite Einsatz der VAMED hilft nicht nur den Menschen vor Ort, sondern auch hier in Österreich. Die VAMED ermöglicht rund 2.000 österreichischen Klein- und Mittelbetrieben einen nachhaltigen Zugang zum Weltmarkt und tausende Arbeitsplätze in heimischen Zulieferbetrieben konnten dadurch erhalten werden.

Aktuell beschäftigt die VAMED rund 23.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, knapp 10.000 davon im medizinischen Personal.

In Summe erwirtschaftet die VAMED einen jährlichen konsolidierten Umsatz von mittlerweile mehr als 2 Mrd. Euro.


Velbert: Stadt genehmigt Neubau des Klinikums Niederberg

In Velbert errichtet VAMED als Generalübernehmer bis zum Jahr 2024 einen hochmodernen Klinikneubau auf sechs Etagen. Nach einer langen Planungsphase und der bereits erteilten Teilbaugenehmigung hat die Stadt Velbert nun auch den Neubau des Helios Klinikums Niederberg insgesamt genehmigt.

„Für uns ist das, auch wenn etwas verspätet, der perfekte Start ins Jahr 2021“, so Klinikgeschäftsführerin Sanja Popić, die die frohe Botschaft zuerst in ihrem Postfach hatte. „Denn der Beginn der Bauarbeiten ist für den Velberter Standort auch eine Art Neuanfang.“ Seit der Übernahme 2016 hat Helios zwar schon mehrere Millionen Euro in die Sanierung und technische Ausstattung der Klinik investiert, doch ein moderner Neubau setzt, nach rund 45 Jahren Klinikstandort, vor allem in Sachen Patientenkomfort und Logistik noch einmal neue Maßstäbe.

Fertigstellung für 2024 geplant

Die Fertigstellung des Neubaus ist für 2024 geplant, der Rohbau soll schon bald eine erste Ahnung vom veränderten Klinikstandort vermitteln. Der Ablauf der Baumaßnahmen in den kommenden Jahren ist dabei bewusst so abgestimmt, dass der alltägliche Krankenhausbetrieb möglichst nicht beeinträchtigt wird.

Offene Raumstrukturen und viel einfallendes Licht sollen im Neubau eine positive Atmosphäre schaffen. Neben der Optik geht es bei der Planung aber vor allem um Komfort und Qualität bei der Patientenversorgung sowie um die sinnvolle Zusammenführung medizinischer Fachbereiche.

So entsteht ein Neubau mit…

  • rund 33.000 m² Grundfläche im Neubau und rund 10.000 m² Grundfläche im Bestand
  • rund 475 Betten, davon 355 somatische und 120 psychiatrischen Betten auf sechs Etagen
  • allen somatischen Ambulanzen sowie diagnostischen Bereichen im neuen Erdgeschoss, damit es keinen Querverkehr mit den ruhebedürftigeren Stationen in den oberen Etagen gibt
  • modernen Funktionsbereichen
  • „Eltern-Kind“-Zentrum
  • neuer Cafeteria inklusive Außenbereich

Zudem im Neubau untergebracht sind u.a. die Notaufnahme, die Patientenaufnahme, bis zu sieben Operationssäle, zwei Herzkatheterlabore, vier Kreißsäle, Sektio-OP und angegliederte neonatologische pädriatische Einheit, die Wahlleistungsbereiche und Privatklinik, die Radiologie sowie die Haustechnik u.v.m.

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Wie die Geologie das Baugeschehen beeinflusst

Beim Aushub der Baugrube am Helios Universitätsklinikum Wuppertal ist die VAMED zwar nicht auf Granit gestoßen, aber auf allerhand anderes schweres Gestein: Im Untergrund des fußballfeldgroßen Areals fand das Projektteam alle Bodenklassen von Dolomitfels über Tonschiefer bis hin zu Lehm. Entsprechend aufwändig gestaltet sich der Erdaushub, der bereits im März 2020 begann und noch bis Mitte 2021 andauern wird. Dann werden insgesamt rund 42.000 Kubikmeter Material ausgehoben und mit 5.000 LKW-Fahrten abtransportiert worden sein – darunter 27.000 Kubikmeter Auffüllungen und Lehm, 10.000 Kubikmeter Tonschiefer und 5.000 Kubikmeter Dolomit.

Dolomitfels kleingemahlen und für den Bodenaustausch verwendet

Da das Projektteam auf geologische Störungszonen zwischen Tonschiefer und Dolomit gestoßen war, musste der Boden ausgetauscht werden. Hierzu wurden 1.300 Tonnen des gebrochenen Dolomitfels auf der Baustelle klein gemahlen und als Bodenaustausch eingebaut.

Schon zuvor sah sich das Projektteam mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: „Da wir nicht auf einer grüne Wiese, sondern im Herzen des Helios Klinikums Barmen bauen, musste das Baufeld ab Oktober 2019 mit Bohrpfählen begrenzt werden, um die Zugänglichkeit zur Baugrube herzustellen“, erläutert Projektleiter Carsten Foitzik. Innerhalb von nur drei Monaten wurden 218 Borpfähle erstellt.

Hangwasser fließt unter der Bodenplatte hinweg

Auch auf die jetzt beginnende Errichtung der Bodenplatte wirkt sich die Geologie aus, denn der Baukörper befindet sich in einer Hanglage. Damit das Hangwasser unterhalb der Bodenplatte ungehindert durchfließen kann, wird eine 35 Zentimeter hohe Filterkiessicht eingebaut. Hierfür werden 5.000 Kubikmeter Kies benötigt. Darauf wird dann eine 80 Zentimeter starke Bodenplatte gegossen. Das erste und zweite Untergeschoss wird komplett aus einer wasserundurchlässigen Stahlbetonkonstruktion erstellt.

Die Vorbereitungen auf der Baustelle sind im vollen Gang: Insgesamt vier Krane sind vorgesehen, von denen der höchste eine Hakenhöhe von 58,30 Meter sowie eine Ausladung von 45 Metern und 5,6 Tonnen hat. Aktuell haben die Stahlbetonarbeiten an der Zentralen Notaufnahme begonnen.

Verwandte Kliniken kommen unter einem Dach zusammen

Der zentrale Neubau wird ganz auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen ausgerichtet sein. Hier sollen baulich die medizinisch verwandten Kliniken und diagnostischen Bereiche unter einem Dach zusammengefasst werden. Das erleichtert den Informationsaustausch und die fachliche Vernetzung zwischen den einzelnen Disziplinen, vereinfacht die Bündelung von Kompetenzen und verkürzt die Wege für Patienten und für Mitarbeiter. Der Rettungsdienst wird künftig nur noch einen Anlaufpunkt haben. Ein Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Neubaus trägt darüber hinaus dazu bei, Schwerverletzte noch schneller fachübergreifend zu diagnostizieren und zu behandeln. Mit dem Neubau steigt auch der Komfort für die Patienten.

 

Auf dem Foto links ist das Fundament des höchsten Krans zu sehen. Dieser hat eine Ausladung von 45 m und 5,60 to sowie eine Hakenhöhe von 58,30 m.